Kultur | 16.11.2009

Ein Lebenszeichen aus Australien

Bei The Living End wäre es nach Streitereien beinahe zum realen Ende gekommen. Nun zeigen sie sich mit ihrem neuen Album aber lebendiger denn je. Am 23. November live im Zürcher Abart.
Nach langer Zeit wieder einmal in der Schweiz: The Living End.
Bild: www.myspace.com/thelivingend

Was kriegt man von The Living End zu hören? Feinsten Psychobilly mit heftigen Punkrock-Einschlägen. Die Musik der drei Australier von The Living End wandert stark auf den Pfaden von den Sex Pistols oder The Clash. Die Band, die 1994 gegründet wurde, hat insgesamt fünf Studioalben veröffentlicht, wovon zwei gleich an die Spitze der Charts schossen. Was als Coverband angefangen hat, ist heute eine der am meisten geschätzten Bands Australiens. Chris Cheney, Scott Owen und Andy Strachan sammeln Jack Awards wie andere Leute Briefmarken. Unter anderem haben sie den Preis für Best Drummer, Best Male Performer, Best Live TV Appearance und Best Band abgestaubt.

Gamebeiträge und Kollaborationen

Den Gamern unter euch wird der Name The Living End wahrscheinlich bekannt vorkommen, denn die Songs der Australier wurden in diversen Videogames wie „Tony Hawk’s Underground 2“, „World Of Outlaws: Sprint Cars 2002“ oder „Guitar Hero“ verwendet. Die Band ist bekannt dafür, mit vielen anderen Bands erfolgreiche Collaborations veröffentlicht zu haben. Von Kylie Minogue bis zu den Toten Hosen – die Band arbeitet Genre-übergreifend. So entstehen interessante und erfolgreiche Kreuzungen.

Durch die Krise

Wie es sich für richtige Rebellen gehört, musste das Trio aus Melbourne hart kämpfen für ihren Erfolg. Denn das erste Album wurde erst nach vier Jahren harter Arbeit veröffentlicht. Chris Cheney wollte die Band verlassen. An die Veröffentlichung des fünften Studioalbums „White Noise“ glaubte nicht mal mehr die Band selbst und zwei Bandmitglieder sind auf der Abschussliste gelandet. Jetzt, nachdem das Sorgenkind „White Noise“ veröffentlicht worden ist, sind die drei sehr stolz darauf. Auf die Frage, welches Album sie mit auf eine einsame Insel nehmen würden, antworten sie „White Noise“ von The Living End.

Wer die rohe Musik von The Living End mal live und in Farbe erleben möchte, dem sei das Konzert im Zürcher Abart, am 23.11 wärmstens empfohlen. Also, die Ellbogen anspitzen und rein ins Moshpit!

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