Gesellschaft | 30.11.2009

Connectivity 2011 – Mehr als eine Tagung

Text von Eric Hurner
Ziele und Idee der Connectivity-Tagung sind klar, nun geht es um die Detailplanung. Ziel ist, drei Menschengruppen zusammenzuführen: Sozialprojekte, Menschen mit Erfahrungen im Leben der Zivilbevölkerung und junge Menschen aus der ganzen Welt, die sich für diesen Austausch interessieren.
Amsterdam bei Nacht - eine Tour auf dem Dampfer durch die Kanäle der Stadt. Fotos: Eric Hurner Beim Organisieren. Ein Kindergarten in Khayelitsha, Cape Town, wo vor oder nach der Tagung ein Workcamp durchgeführt wird. Eines der Projekte, in dem im Sommer dann in Südafrika gearbeitet wird. Hier wird auch eins der Workcamps um Connectivity 2011 stattfinden. Arbeit mit den Kindern. Wie geht es weiter? Die Idee Connectivity wird auf grosser Leinwand von Beteiligten gemalt.

Connectivity – das Wort kommt aus der Informatik, bedeutet aber für eine wachsende Anzahl von Menschen, den Weg zu sich selbst und zur Welt zu finden. Sie sehen in diesem Begriff, wie die heutigen Herausforderungen an den Menschen darin liegen, dass er nicht im Einklang mit sich selber lebt, und so den Anschluss zu anderen Menschen nicht findet und dann schädigend auf die Umwelt wirkt. Dieser Punkt des Anschlusses, Connectivity, ist derselbe im Menscheninneren wie im Weltall, und bringt uns in eine Harmonie mit diesem und mit dem sozialen Leben unter unseren Mitmenschen.

Starttreffen in Amsterdam

Zu diesem Thema traf sich Ende Juli 2009 eine Gruppe von 60 Menschen in Amsterdam. Das Treffen wurde von „Jugend in Aktion“ sowohl in der Schweiz wie in Europa gefördert und eine Gruppe von sechs Leuten aus der Schweiz wurden mit Reisekosten und einem Tagungsbeitrag unterstützt. Das Treffen in Amsterdam diente der Vorbereitung der oben genannten Tagung, und wurde von Idem – Identity through Initiative getragen. Seit über einem Jahr stehen Idem und „Jugend in Aktion“-Schweiz in Zusammenarbeit in der europäischen Tätigkeit mit Freiwilligen im Einsatz in sozialen Projekten. Das Treffen in Amsterdam sollte Datum und Ort der Tagung festlegen, die Vorbereitungsgruppe bilden und praktische Schritte in die Wege leiten, damit in Kapstadt, Südafrika, im Jahr 2011 alles bereit steht.

Eine schwere Aufgabe, denn Connectivity ist mehr als eine einfache Tagung, wo gewisse Problematiken besprochen werden.

Drei Gruppen

Connectivity führt drei Menschengruppen zusammen: Sozialprojekte, die aus eigener Initiative irgendwo in der Welt lokal tätig sind, sich selber tragen und einem lokalen Bedürfnis entgegenkommen, egal ob Erziehung, Gesundheit, Umwelt, solange sie einer nachhaltigen Entwicklung dienen. Dazu kommen Menschen, die über gewisse Erfahrungen im Leben der Zivilbevölkerung verfügen, und junge Menschen aus der ganzen Welt, die sich an diesem Austausch beteiligen möchten. Die Tagung, oder besser, das Ereignis, besteht aus verschiedenen unabhängigen Komponenten, die alle 2011 zusammenkommen müssen.

Austausch auf allen Ebenen

Angefangen wird mit einer Reihe von Workcamps, die schon einen Monat vorher beginnen werden. Nach der Tagung finden dann weitere statt. Gruppen von sieben bis 30 Menschen werden an einem Sozialprojekt irgendwo im südlichen Afrika vorher geplante Arbeiten verrichten.

Während der Tagung arbeiten dann andere Initiativen. Das Craft Village, in Schweden von einer Gruppe Handwerker in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk afrikanischer Handwerker organisiert bietet einen großen Raum mit verschiedenen Werkstätten an, wo jeder, der will, angeleitet wird, wie man etwas schmieden oder töpfern kann, oder eine Trommel aus Holz und Leder baut.

Das Art and Culture Village versucht dasselbe in künstlerisch-kulturellen Aktivitäten anzubieten. Tanz, Musik, Strassenspiele, Malen und Kinderspiele sollen ständig nicht aufgeführt, sonder aktiv mit Teilnehmern durchgeführt werden.

Weiter gibt es den Marketplace, eine Ausstellung der Sozialprojekte und Social Responsibility Programme von Geschäften, wo ein breites Spektrum der vorhandenen sozialen Einrichtungen angeschaut werden kann. Hierzu werden Stände vermietet, was für die Finanzierung der Tagung wichtig ist. Kleinstprojekte sollen aber auch unentgeltlich dort ausstellen können.

Ort und Datum noch offen

Neben dem eigentlichen Tagungsprogramm, mit seinen Rednern, Symposien, kulturellen Vorstellungen und Diskussionen soll es dann zuletzt noch einen Action Day geben, wo diejenigen, die sich dafür vorbereitet haben, mit Bussen in der ganzen Stadt verteilt werden. An vielen verschiedenen Projekten werden sie dann das Vorbereitete ausführen – Spiele mit Kindern, ein Theaterstück, Aufräumen eines Spielparks, errichten einer Steinplastik – was es auch ist.

Derweil ist die Tagung der Öffentlichkeit zugänglich, die den Marketplace besichtigen und an Symposien zu verschiedenen Themen teilnehmen kann. Für dieses Ereignis wurde nach dem Amsterdam-Treffen vieles in die Wege geleitet, und wir erwarten, dass in den nächsten Wochen genauer Ort und Datum bestimmt werden können.

Jugend in Aktion


Willst auch du an einem Seminar, Trainingskurs oder einer Jugendbegegnung teilnehmen oder selber ein Projekt durchführen? Mehr Infos dazu findest du auf der Homepage der Schweizerischen Koordinationsstelle JUGEND IN AKTION unter www.jugend-in-aktion.ch oder info(at)jugend-in-aktion.ch

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