Kultur | 23.11.2009

Auf der Suche nach dem fast perfekten Film

Text von Alicia Portenier | Bilder von Felix Unholz.
Ein Interview mit Event-Organisator Philippe Renner über seine Arbeit beim Upcoming Film Makers, die Entwicklung des Anlasses und seine Leidenschaft für den Film.
"Entscheidend ist die Geschichte an sich."
Bild: Felix Unholz.

Seit wann bist du dabei?

Ich habe vor neun Jahren noch die 16. Innerschweizer Filmtage mitorganisiert. Dann kam die Neuausrichtung. Das Festival wurde verlängert und wir wechselten vom Kleintheater ins Kino.

Dein Lieblingsfilm in diesem Jahr?

Es gibt Animationsfilme, eher lustige und eher bedenkliche Filme. Alles kann faszinieren. Es gibt Jahre, in denen die Jury grosse Entscheidungsschwierigkeiten hat. Doch meistens gibt es einen Film, der die anderen hinter sich lässt, der in sich abgerundet ist, bei dem alles stimmt, der schon fast perfekt ist!

Und «fast perfekte« Filme sind teuer produziert?

Entscheidend ist die Geschichte an sich, wie man sie erzählt und, was man daraus macht. Das  technische Material ist meiner Meinung nach weniger relevant. Wenn jemand High-Tech Material hat, aber keine gute Geschichte, dann wird das nichts.

Wie hast du zum Film gefunden?

Am Gymnasium haben wir Kurzfilme gedreht. Und an den 15. Schweizer Filmtagen wurden wir preisgekrönt. Die Leitung des Festivals wollte das Projekt in jüngere Hände legen. Und weil wir aus Luzern waren, wurden wir angefragt und sagten zu.

Machst du noch eigene Filme?

Ich sitze noch ab und zu am Schnittplatz. Aber neben dem Studium bleibt nicht allzu viel Zeit dafür. Ich gehe auch selbst sehr gerne ins Kino. Die Liebe zum Film ist immer noch da.

Wie entwickelt sich das Upcoming Film Makers?

Positiv. Das  Interesse der Filmemacher steigt. Zu Zeiten der Innerschweizer Filmtage waren es zwischen 30 und 40 Einsendungen, am ersten Upcoming Filmmakers 80 und heute zählen wir 120 Filme.

Auch das Programm wurde ausgebaut: Letztes Jahr konnten wir zum ersten Mal den «Best Of«-Block am Sonntag und den Workshop am Samstag anbieten.

Was erhoffst du dir für die Zukunft des Festivals?

Es wäre schön, wenn wir das Programm weiter ausbauen und noch mehr Publikum ans Upcoming Film Makers locken könnten.