Zu wenig Mut für eine Veränderung

Trotz dem Engagement der vielen Jugendlichen, die mit Plakaten und Flyern die Stimmberechtigten zu überzeugen versuchten, wurde die Vorlage in allen Berner Gemeinden mit insgesamt 75% Nein-Stimmen abgelehnt.

“Wir sind schwer enttäuscht, dass uns die Menschen so wenig Vertrauen schenken”, sagt Eva Krattiger, jüngstes Mitglied des Komitees Stimmrechtsalter 16, “wir wussten, dass es knapp wird, doch wir sind von der klaren Absage enttäuscht.” Ein Zeichen hätten sie trotzdem setzen können, hofft die 15-jährige Bernerin: “Wir haben gezeigt, dass nicht alle Jugendlichen zu Hause rumsitzen und fernsehen. Viele von uns sind politisch interessiert und wollen mitbestimmen.”    

Jungfreisinnige sind überrascht

Auf der anderen Seite freuten sich die Jungfreisinnigen des Kantons Berns (jfbe). “Wir sind zufrieden, aber auch überrascht von diesem klaren Resultat”, sagt Parteipräsident Simon Hofstettler. Das Nein gegen das Stimmrecht 16 sei nicht gegen die Jungendlichen gerichtet, im Gegenteil: die Jungfreisinnigen des Kantons Bern setzten sich dafür ein, dass die politische Bildung an den Schulen durch intensiveren Staatskundeunterricht verbessert wird.

Politisch aktiv sein: Ja. Das Wählen und Abstimmen bleibt den Jugendlichen trotzdem vorenthalten.

Für die Langenthaler Grossrätin Nadine Masshardt ist das Thema Stimmrecht 16 für die nächsten Jahre vom Tisch. Aber auch sie werde sich weiter für eine bessere politische Bildung an den Schulen einsetzen, versichert sie.

“Hunger ist die ultimative Energiekrise”

Doch was hat es denn damit genau auf sich? Im September 2000 trafen sich rund 150 Staats- und Regierungschefs, um die wichtigsten Herausforderungen der Vereinten Nationen in den kommenden Jahrzehnten zu erörtern und die Rolle als Weltorganisation im 21. Jahrhundert festzulegen. Dabei entstanden acht Milleniums-Entwicklungsziele, die bis im Jahre 2015 erreicht werden sollen:

1. Bekämpfung von extremer Armut und Hunger

2. Primarschulbildung für alle

3. Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung der Rolle der Frau

4. Senkung der Kindersterblichkeit

5. Verbesserung der Gesundheitsversorgung der Mütter

6. Bekämpfung von HIV/AIDS, Malaria und anderen schweren Krankheiten

7. Ökologische Nachhaltigkeit

8. Aufbau einer globalen Partnerschaft für Entwicklung

Wie wir uns alle vorstellen können, sind solche Ziele recht schnell festgelegt, doch die Umsetzung ist der Schwerpunkt einer solchen Aufgabe. Mit dem Nationalen Tag der MDGs versucht das “Centre of Millenium Development Goals” dieses Jahr bereits zum zweiten Mal, an diese Ziele zu erinnern und sie so vielen Menschen wie möglich bekannt zu machen. Der Nationale Tag soll ein Zeichen setzen für die Dringlichkeit, mit der die Umsetzung der MDGs angegangen werden muss. Geschäftsleiterin Sonja Ribi bringt es auf den Punkt: “Diese acht Ziele könnten Millionen von Menschen aus extremer Armut und Not befreien. Aber das kann nur gelingen, wenn eine informierte Öffentlichkeit sich sozial, wirtschaftlich und politisch dafür einsetzt”.

Hautnah miterleben

Neugierig begab ich mich also am Samstagnachmittag zum Theater Basel – wo mir gleich ein ungewöhnliches Angebot gemacht wurde. Zwei Schüler wollten wissen, ob ich denn Interesse hätte, ein Kind zu kaufen, Lieferzeit zwei Tage, Preise je nach Land unterschiedlich. Überrascht, aber gleichzeitig interessiert hörte ich mir alle Informationen an und zog weiter. Ein paar Meter weiter wurde mir ein Glas Wein angeboten, beim Einschenken wurde dann schnell klar, dass es sich beim Inhalt um schmutziges Wasser handelte. Mit solchen und weiteren Aktionen informierten an diesem Tag rund 130 Schüler über die aktuellen Probleme unserer Welt. Ob mit einem AIDS-Graffiti, einem eigens komponierten Song oder mit provokanten Auftritten als Teenager-Mütter, die Aktionen waren äusserst kreativ und beeindruckend. Nach rund 30 Minuten wurde dann der zweite Teil dieses “Info-Tages” eröffnet und etwa 1’000 Besucher füllten die Eingangshalle des Theater Basel.

Moderiert wurde der Anlass von Patrick Rohr, der mit seiner lockeren Art gekonnt durch das Programm führte. Gleich zu Beginn durfte sich das Publikum über den angekündigten Besuch von Micheline Calmy-Rey freuen. Sie betonte die Rolle der Schweiz bei der Gestaltung von entwicklungsförderlichen Rahmenbedingungen und fügte hinzu: “Die MDGs sind auch für die Schweiz ein Meilenstein. Unsere Entwicklungszusammenarbeit trägt zur Erreichung der MDGs in ausgewählten Schwerpunktländern bei.” Äusserst interessiert verfolgte das Publikum die Rede der Bundesrätin, doch vermochte sie mich keineswegs so überzeugen, wie der anschliessende Höhepunkt dieses Tages. Dr. Daniele Ganser, Historiker und Friedensforscher, hielt ein Referat mit dem Thema “Hunger ist die ultimative Energiekrise”. Mittels eindrücklichen Bildern und klaren Worten schaffte er es, ein schweres Thema zugänglich zu machen, er half, es zu verstehen und anschliessend darüber nachzudenken. Er machte dann auch deutlich, was vielen von uns oft nicht bewusst ist: “Hunger ist die ultimative Energiekrise, und nicht, wenn der Liter Diesel zwei oder drei Franken an der Tankstelle kostet”.

Bedrückt und beeindruckt

Selten hat mich ein Referat so beeindruckt und es schien nicht nur mir so zu gehen. Mit lang anhaltendem Applaus dankte das begeisterte Publikum dem Redner und man konnte spüren, dass die Menge ihm noch weitaus länger zugehört hätte. Neben einem Kurzfilm zum Thema “Wasser” sowie musikalischer Begleitung durch das “David Klein Sextett” gehörten am Schluss dann aber auch Interviews mit den engagierten Schülern zum Programm. Mit einer Verlängerung von rund einer Stunde ging der Anlass um 17.30 Uhr zu Ende. Ich machte mich beeindruckt und zugleich bedrückt auf den Nachhause-Weg. Einmal mehr ist mir klar geworden, dass wir weltweit weitaus grössere Probleme haben als wir hier in der Schweiz zu spüren kriegen, dass wir uns mehr engagieren müssen, dass wir helfen müssen. Ich fühle mich bedrückt, aber auch informiert und aufgeklärt und alleine dadurch bereit, für die Milleniums-Entwicklungsziele zu kämpfen.

“Ein Stück muss organisiert sein”

Was hattest du als Kind für Träume und Wünsche?

Marco Zappa: Ich kam schon früh mit Musik in Kontakt. Als ich ganz klein war, spielte ich Mundharmonika, mit sieben Jahren “musste” ich dann Klavier lernen. Meine Mutter wollte das. Aber ich brach ab und widmete mich der Gitarre. Für meine Eltern – die übrigens beide sehr musikalisch sind und mehrere Instrumente spielen – war aber klar, dass ich zuerst etwas Anständiges lernen sollte. So studierte ich Psychologie und Pädagogik. Später wurde ich Lehrer, jedoch mehr als Hobby. Ich wollte immer Musik machen, was für mich bedeutet, Kontakt zu den Leuten zu haben. Ich bin vor allem Musiker, kein Texter. Ich will die Menschen mit meiner Musik berühren, der Rhythmus und die Dynamik sind dabei sehr wichtig. Ein Stück muss organisiert sein.  

Wann hast du dein erstes Lied komponiert?

Das war 1964 mit meiner ersten eigenen Band. Wir nannten uns die “Teenagers”, die Texte waren englisch. Wir spielten eigentlich alles, sogar Tango und Walzer. Meine erste Platte erschien 1975, auch in Englisch. 1979 begann ich dann, auf Italienisch zu schreiben. Die eigene Sprache zu sprechen, ist sehr wichtig für die Authentizität der Lieder. Mit Englisch kann man eher die Massen ansprechen, es ist Musik, der man “einfach zuhört”. Mit Italienisch gelingt es mir aber, viel mehr auszudrücken.  

Du singst aber auch in anderen Sprachen wie Schweizerdeutsch, Spanisch oder Griechisch. Wann benützt du welche Sprache?

Das ist immer der Geschichte, die ich erzähle, angepasst, deren Ursprung. Am liebsten singe ich auf Italienisch, im Tessiner Dialekt. Aber eigentlich ist Englisch einfacher, weil es weniger Konsonanten hat.  

Was ist bei dir zuerst da – die Musik oder der Text?

Die Texte entstehen oft unabhängig von der Musik. Ich habe Ideen, die ich dann sofort aufschreibe, Erlebnisse, Situationen oder einfach ein paar Worte. Das muss so sein. Wie gesagt, ich bin kein Texter. Die Musik entsteht oft beim Improvisieren. Dann beginne ich zu singen und irgendwie findet das eine dann das andere. Damit die Menschen verstehen, worüber ich singe, sage ich die Stücke immer an, erzähle die Geschichte dazu. Reden ist wichtig, damit die Leute im Stück drin sind.  

Worüber schreibst du am liebsten?

Über Menschen. Über spezielle Menschen. Menschen, die von anderen vielleicht ausgelacht werden. Ich verarbeite Geschichten, Situationen, die ich erlebt habe. Ich will bewegen, berühren. Das Publikum soll nach dem Konzert sagen: “Ich habe etwas gespürt”. Jedes Stück hat eine Botschaft. Ich bin kein Komiker, ich schreibe keine Stücke zum Lachen.  

Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus?

Ich bin jetzt pensioniert, ich mache von morgens um 8 bis abends um 10, 12 Uhr Musik. Ich nehme viel auf in meinem Tonstudio. Momentan sind wir an einer Produktion über die Musik der Beatles, wir wandeln ihre Lieder mit verschiedenen Instrumenten ein bisschen um. Wir versuchen, nur das Wichtigste aus den Liedern herauszukristallisieren. Die CD erscheint dann im April 2010, die Plattentaufe feiern wir an einem Festival in Berlin, danach geht es weiter nach Liverpool. Wir planen gerade die Tournee.

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“Ian Curtis war ein unglücklicher Depp”

Am 16. November spielte die englische Band The Horrors im Zürcher Abart. Vor dem brillanten Konzert nahmen sich Joshua Third und Tomethy Furse Zeit, um mit Tink.ch zu reden. Überraschend fröhlich witzelten die zwei herum, boten Kaffee an und verrieten die Tricks für die ultimative Horrors-Frisur. 

Ihr habt die Band in 2005 gegründet, habt ihr schon zuvor zusammen gespielt?

Tom: Nein, niemand von uns hatte Erfahrung, als wir anfingen zu spielen.

Gestern habt ihr in Lausanne gespielt. Wie gefällt euch die Schweiz bis jetzt?

Tom: Ja, gestern war ziemlich cool. Wie lieben es, an Orten wie dem Arches zu spielen. Wir haben so ‘ne gewisse Affinität mit Bögen, darum war’s echt cool, in Lausanne unter einer Brücke zu spielen (Anm.d.Red. Konzerte des “Le Romandie” werden zum Teil im Arches Du Grand-Pont veranstaltet) Wobei, wir sind nicht gerade glücklich über das Soundlimit hier.

Dieses Jahr wurde euer zweites Album veröffentlicht, was unterscheidet Primary Colours von eurem ersten Album?

Tom: Kleine Dinge, die unserer Band im Lauf der Jahre widerfahren sind. Wir wissen zum Beispiel jetzt besser, wie man mit dem Studio umgeht, wie man bessere Songs schreibt. Das ist es in etwa.

Ihr habt diverse Fanzines veröffentlicht (Anm.d.Red. Ein Fanzine ist ein Magazin, das für Fans gemacht ist). Was steckt dahinter?

Tom: Als wir uns dazu entschlossen haben, dachten wir, es sei eine nette Geste für unsere Fans. Ausserdem haben die Leute sehr viel über uns gesprochen und Dinge behauptet. Sie meinten zu wissen, was die Botschaft der Band ist, was für Musik wir hören – und es war alles falsch. Es war wirklich so viel Müll dabei, es hatte nichts mit uns zu tun. Es ist uns wichtig, dass die Leute richtig über uns denken.

Joshua: Es ist eine grossartige Gelegenheit, Musik mit den Fans zu teilen. Das Fanzine beinhaltete auch eine CD mit ein paar Tracks drauf.

Was beeinflusst euch am meisten wenn ihr ein Lied schreibt?

Tom: Meistens schreiben wir aus einem Gefühl heraus. Die letzte Platte haben wir im Sommer aufgenommen, und es war ein wirklich wunderschöner Sommer. Es hat irgendwie noch etwas Farbe zum Blues addiert.

Joshua: Ich denke, dass es auch Winter hätte sein können, und die Platte wär’ schlussendlich gleich rausgekommen. Das ist einfach so. Du spielst etwas und es fesselt dich auf die richtige Art und Weise.

Tom: Es ist fast so, als ob du versuchst, dich selbst in eine Stimmung zu versetzen und die Musik hilft dir dabei.

Eure Musik erinnert mich teils stark an Joy Division. Haben sie euch beeinflusst?

Tom: Nein

Nein?

Tom: Also, ich kann nachvollziehen, warum du das sagst, aber wir waren ziemlich überrascht, als diese Assoziation in letzter Zeit immer häufiger aufkam. Wir wollten uns eigentlich von dem distanzieren, irgendwie so wie sie zu klingen. Es gibt unzählige Bands, die genau wie Joy Division klingen.

Joshua: Ich finde, wir klingen wie The Chameleons!

Ian Curtis (Anm. D. Red. Sänger von Joy Division) hat sich auf dem Höhepunkt seiner Karriere umgebracht. Was denkt ihr darüber?

Tom: So gesehen, war er ein unglücklicher Depp, der sich zum falschen Zeitpunkt das Leben nahm.

Joshua: Aber er hatte ja auch psychische Probleme. Er war in zwei Frauen verliebt, mit der einen hatte er sogar ein kleines Kind. Ich glaube, das ist ziemlich schwer für einen Mann. Und wenn man “New Order” betrachtet, war Ian wirklich an der Spitze seiner Karriere?

Wenn ihr eure Musik mit einem Buchgenre vergleichen könntet, was für eins wär’s?

Tom: Das ist eine schöne Frage! Ich würd’ sagen, irgendein Fantasy-Schinken.

Joshua: Ich weiss nicht, ob ich das als Genre bezeichnen kann, aber ich würde sagen “Magischer Realismus”. Was ich daran wirklich mag, ist, dass es eigentlich das normale Leben ist, aber mit speziellen Ecken und Kanten. Ich glaube, so könnte man unsere Musik beschreiben.

Und was für Musik hört ihr?

Tom: Alles.

Joshua: Wir denken, es gibt in jeder Sparte gute Musik.

Selbst Schlager?

Tom: Schlager? Ja, Schlager! Wenn die ältere Generation anfängt zu schunkeln!

Joshua: Aha.

Tom: Ja, ich finde es wirklich gut!

Joshua: Ich hab mir letztens eine ziemlich coole Platte mit englischen Pubsongs darauf gekauft. Die ist echt der Wahnsinn!

Gibt es ein Album, von dem ihr euch wünscht, ihr hättet es gemacht?

Joshua: Ich hätt’ gern so was wie “Different Trains” von Steve Reich gemacht. Das bringt dich echt zum Heulen.

Was für einen Rat würdet ihr einer jungen Band geben, die den Durchbruch schaffen will?

Joshua: Um erfolgreich zu werden, musst du ziemlich schlau sein und gute Kontakte haben. Aber man sollte nicht mit dem Gedanken rangehen, dass man Geld machen will. Weil heutzutage macht man das nicht mehr wirklich. Aber du tust einfach das, was du wirklich liebst.

Tom: Keine Kompromisse eingehen! That’s a good one!

Wenn ihr heute die Journalisten wärt, was würdet ihr euch fragen?

Joshua: Wenn du in eine erfolgreichere Band gehen könntest, wärst du immer noch in der Band, in der du jetzt bist?

Tom: Oder: Was machte den Ausschlag, dass dir Musik wirklich am Herzen liegt?

Also, was machte den Ausschlag, dass euch nun Musik am Herzen liegt?

Tom: Hey, das ist Betrug. ‘Tschuldigung!

Also?

Tom: Wahrscheinlich, als ich in der Schulzeit angefangen habe, magic mushrooms zu nehmen. Das hat mich wirklich tief beeinträchtigt. Nein, ich hab einfach gemerkt, dass ich nichts anderes machen will ausser Musik!

Wie lange braucht ihr, um euch zu frisieren?

Tom: Wie lange es geht, das Horrors-Hairdo hinzukriegen? Alles in allem 30 Sekunden.

So wenig? Wow, ich bin beeindruckt!

Joshua: Ja, und es hilft, wenig zu schlafen!

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Ernsthafte Lösungen statt Landschaftskosmetik

Die Überraschung am Wahlsonntag war gross, als bereits nach ersten Hochrechnungen klar war: Die Initiative zum Verbot von Minaretten wird deutlich angenommen. Entgegen allen früheren Umfragen ist die Zustimmung schweizweit gross, nur gerade die vier Kantone Basel-Stadt, Neuenburg, Waadt und Genf lehnen das Volksbegehren ab.

 

Befürwortern gelingt die Wende

Das Resultat gibt Rätsel auf. Insbesondere der Umschwung von der Ablehnung der Initiative in früheren Umfragen hin zu dieser deutlichen Zustimmung ist ungewöhnlich. Es scheint, als sei es den Initianten gelungen, die Abstimmung über Minarette zu einer Abstimmung über den Islam in der Schweiz zu machen. Darauf deuten auch die Diskussionen der letzten Wochen hin. Die Befürworter propagierten das Bauverbot für Minarette als Zeichen gegen alles, was in der Bevölkerung im Zusammenhang mit dem Islam für Unmut sorgt: Probleme an den Schulen, verschleierte Frauen, Extremismus, Parallelgesellschaften. Die Gegner der Initiative schafften es dagegen nicht, ein differenzierteres Bild der Muslime zu zeichnen und die Gefahren der Initiative zu verdeutlichen: Den Verstoss gegen internationale Abkommen, die allfälligen Probleme in der Aussenpolitik und vor allem die Diskriminierung einer Minderheit und dadurch die Schwächung der Demokratie als Ganzes.

 

Unzufriedenheit in der Bevölkerung

Offenbar wurden die Vorbehalte in der Bevölkerung gegenüber dem Islam bisher zu wenig ernst genommen. Das Abstimmungsergebnis sollte ein Weckruf an die Regierung und Behörden sein, nicht immer nur auf die bereits existierende Rechtspraxis zu verweisen. In den Augen der Wählerinnen und Wähler müssen eindeutige Regelungen her, welche klar festlegen, wie viel Raum dem Einfluss der Religion offenstehen darf und wo ihm Grenzen gesetzt werden müssen. Wo und in welchen Funktionen sind zum Beispiel Kopftücher erlaubt und wo nicht?

Weiter scheint man es den Schweizer Behörden nicht zuzutrauen, besser mit der Abschottung der Muslime in Parallelgesellschaften umzugehen, als dies zum Beispiel in Deutschland der Fall ist. Im nördlichen Nachbarland sind ganze Stadtviertel muslimisch geprägt.

 

Integrationsprobleme sind nicht gelöst

Die Schweizerinnen und Schweizer haben bei dieser Abstimmung tiefsitzenden Befürchtungen und Ängsten Luft gemacht, aber auch Vorurteilen und Ressentiments freien Lauf gelassen. Erreicht wurde damit nichts, ausser einer Landschaftskosmetik, mit der die Illusion von einer rein christlichen Gesellschaft aufrechterhalten werden kann. Die Probleme, welche durch Muslime entstehen können, sind damit in keiner Form gelöst, die Integration ist nicht gewährleistet. Es wird auch nicht weniger Muslime in der Schweiz geben – ihre Anzahl wird weiter zunehmen, und man wird nicht darum herum kommen, ernsthafte Lösungen zu diskutieren, um ein friedliches Zusammenleben zu gewährleisten.

 

Es braucht ernsthafte Diskussionen

Minarette werden verboten, Türme aller anderen Religionen bleiben erlaubt – mit diesem diskriminierenden Votum wird vor allem der Minderheitenschutz geschwächt, und damit ein zentraler Pfeiler jeder funktionierenden Demokratie. Dass dieses Argument den Vorbehalten gegenüber Muslimen unterlegen ist, nimmt die Befürworter der Initiative nun in die Verantwortung: Mit weiteren Verboten, wie sie SVP-Parteispitze nach dem haushohen Sieg bereits ins Auge fassen, kommen wir nicht weiter. Stattdessen braucht es Raum für Diskussionen, welche nicht mit Vorurteilen und Angstmacherei vergiftet werden. Es müssen ernsthafte Vorschläge zur Integration von Muslimen gemacht werden und zur Lösung der Probleme, welche die Bevölkerung dabei beschäftigen. Initiativen, die nichts weiter als Symbolik zu bieten haben, reichen dafür nicht.

Hochzeit einmal anders

Etwas gespannt stehe ich vor dem Spiegel im Fahrstuhl und kontrolliere noch ein Mal, ob mein Hemdkragen richtig gefaltet ist und meine Haare wild genug verstrubbelt sind. Es ist schliesslich ein wichtiger Anlass, eine Hochzeit, und da will ich ordentlich aussehen, auch wenn es nicht meine eigene ist, sondern ich von einer Arbeitskollegin eingeladen worden bin.  Die Türe öffnet sich und ich trete in eine rot-golden glänzende Eingangshalle eines sicherlich nicht ganz günstigen Restaurants.

Warten aufs Brautpaar

Wir werden freundlichst begrüsst und dann von einer schlanken, ganz in weiss gekleideten jungen Dame zu unseren Plätzen geführt. Der Raum erstrahlt in einer Mischung aus den Farben Gold, Rosa und Lila  und auf den grossen runden Tischen sind dicke, dazu passende Blumensträusse aufgestellt worden, die aber später entfernt werden, damit das Essen seinen Platz findet.

Die Gespräche der Gäste vermischen sich mit den Klängen der im Hintergrund laufenden Musik und an der Wand hinter dem Tisch, an dem das junge Paar sitzen wird, läuft eine Diashow mit Bildern aus der Jugendzeit der Braut und des Bräutigams ab.

Dann verdunkelt sich das Licht und das Paar betritt den Saal. Beide modern im westlichen Stil gekleidet. Sie in weissem Brautkleid mit langer Schleppe, er im Schwarzen Anzug und Krawatte.

Heiraten für die Bekannten

Nachdem sie sich gesetzt haben, werden die ersten Speisen aufgetischt. Von Hummer, über Tiefseefisch bis zu im Lotusblatt gedämpftem Reis. Zum Schluss werden es zehn verschiedene Gerichte gewesen sein. Während ich ein Gericht nach dem anderen entdecke, müssen Braut und Bräutigam immer wieder auf die Bühne und sich den nicht ganz ernst gemeinten Gedichten, Reden und Spielen der Verwandtschaft  stellen. Und zweimal verschwindet das Paar für einen Augenblick ganz aus dem Saal, um dann mit der Braut in einem anderen noch edleren und schönerem Kleid zurück zu kommen.

Diese Tradition reicht noch von früher her, als die Braut noch zeigen musste, dass sie eine gute Ehefrau sein wird. Zudem musste sie sich damals bescheiden, scheu und zurückhaltend geben, was heute allenfalls nur noch auf dem Land so ist. Die Stimmung ist fröhlich, es wird viel gelacht und Wein getrunken und während ich die gerade eben aufgetischten Früchte begutachte, erfahre ich, dass dies die zweite Hochzeitsfeier ist und  man vergangene Woche schon ein Fest für die Freunde des Bräutigams veranstaltet hat. Man heiratet in Taiwan ja nicht nur für sich, sondern auch für Verwandte, Freunde und Kollegen.

Kirchlich getraut hingegen wird man auch in Taiwan nur einmal. Zu diesem Anlass sind aber nur wirklich enge Freunde eingeladen. Und nach zwei Stunden ist plötzlich alles vorbei, die frisch Verheirateten stehen am Eingang des Saales, bedanken sich bei den Gästen und geben jedem noch ein liebevoll verpacktes Stück Schokolade mit auf den Weg. Und dann verrät mir der Bräutigam noch das Geheimnis, wohin sie in die Flitterwochen fahren werden, nämlich in die Schweiz.

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“In dieser Millisekunde passiert die ganze Geschichte”

Viele deiner Lieder sind mit Herzschmerz verbunden. Wie kommst du auf die Idee, solche Texte zu schreiben?

Ritschi: Ich habe einfach viele Freunde und Kollegen, die ich beobachte. Ich selbst bin seit 13 Jahren mit meiner Frau zusammen, vor einem Jahr haben wir geheiratet. Wenn du 30 minus 13 rechnest, erhältst du 17. Mit 17 hat man ja noch nicht so viel erlebt, vielleicht das eine oder andere “Schuelschätzi” gehabt. Was ich singe, ist also das, was ich beobachtet habe und gut nachvollziehen kann. Aber wirklich selber erlebt habe ich das wenigste.

In dem Fall hast du auch die Frau im Zug vis à  vis aus deinem Lied nie selber gekannt?

Es ist nicht so, dass ich mich gerade in sie verliebt habe und mein ganzes Leben aufgegeben hätte für sie. Aber die Idee ist mir selbst gekommen. Vielleicht sassest du auch einmal im Bus uns sahst im Bus nebenan einen Typen, der dir gefällt. In dieser Millisekunde, in der du diesen Typ siehst, passiert eigentlich die ganze Geschichte. Es geht nicht darum, dass ich die ganze Geschichte wirklich erlebt habe, aber bestimmt kennt jeder die Situation, wenn der Bus dann abfährt und man den Typen dann nie mehr sieht. Das ist eben die Problematik in diesem Song. Die Geschichte im Lied basiert auf einer Idee, die ich erlebt habe.

Erklär bitte das Zweideutige an “probier mi doch mal us”!

Also wenn du das Gefühl hast, dass das zweideutig ist, musst du mir das erklären! (lacht) Nein, wenn du mein CD-Cover anschaust, dann bin ich einmal mit Milch, einmal mit Schokolade, einmal mit Sirup und einmal mit Honig übergossen. Es stehen eben nicht alle auf dasselbe, darum habe ich mich mit verschiedenen Dingen übergossen, um mich quasi anzubieten. Aber die Idee hinter dieser Tat ist natürlich, dass die Leute meine Musik ausprobieren sollen. Weil sie bis jetzt sieben Jahre Plüsch kannten und das entweder gut oder schlecht fanden. Das ging vor allem jene an, die sich das Album zuerst einmal anhören sollen, bevor sie zu “pfuttern” beginnen.

Gibt es in Zukunft mehr Ritschi oder Plüsch?

Also momentan gibt es nur mich. Nächstes Jahr gibt es ein Musical, bei dem ich mitsinge. Es heisst “Die Patienten” und tourt durch die ganze Schweiz. Dazu gibt es noch ein paar Ritschi-Shows nächstes Jahr und was danach kommt, weiss ich noch nicht.

Du bist sehr geschwätzig, kann man dich auch einmal ruhig erleben?

Ja, also wenn es so weitergeht, bin ich zwangsläufig ruhig, weil meine Stimmbänder dann endgültig am Arsch sind. Aber ich bin ein sehr ruhiger Mensch in der Freizeit. Ich habe einfach meinen Job und der fordert, dass ich extrovertiert bin. Das bin ich auch privat, aber nie auf diese Art und Weise wie ich es jetzt bin.

Du gehst während dem Konzert auf die Kinder im Publikum ein, magst du Kinder?

Ja, langsam bin ich auch in einem Alter, in dem man sich überlegt, selber welche zu haben. Ich mache das aber nicht. Ich freue mich ab denen im Publikum.

Was verschenkst du zu Weihnachten?

Ich schenke grundsätzlich nichts zu Weihnachten. Ausser meinem Göttibub, dem habe ich bereits Knete gekauft und ein Wallholz, damit er selber güätzele kann zu Weihnachten. (lacht) Ich werde ihm noch etwas mehr schenken zum Spielen, aber für mehr reicht das Geld nicht. (lacht) Nein, ich habe eigentlich alles, was ich brauche. Meine Freunde und ich haben abgemacht, dass wir uns nichts zu Weihnachten schenken. Wir beschenken uns lieber unterm Jahr einmal oder gar nicht. Aber meistens gehen wir fort und machen uns einen schönen Tag. Meine Frau bekommt kein Geschenk, sie hat ja das Geschenk mit mir und meine Familie will nichts mehr, weil ich immer so schlechte Geschenke vergab. Es ist einfach so, dass man irgendwann nicht mehr weiss, was schenken. Darum haben wir abgemacht, dass wir uns nichts mehr schenken, dafür gemeinsam Znacht essen gehen. Aber die Kleinsten in der Familie bekommen natürlich schon etwas. Also ich! (lacht)

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Connectivity 2011 – Mehr als eine Tagung

Connectivity – das Wort kommt aus der Informatik, bedeutet aber für eine wachsende Anzahl von Menschen, den Weg zu sich selbst und zur Welt zu finden. Sie sehen in diesem Begriff, wie die heutigen Herausforderungen an den Menschen darin liegen, dass er nicht im Einklang mit sich selber lebt, und so den Anschluss zu anderen Menschen nicht findet und dann schädigend auf die Umwelt wirkt. Dieser Punkt des Anschlusses, Connectivity, ist derselbe im Menscheninneren wie im Weltall, und bringt uns in eine Harmonie mit diesem und mit dem sozialen Leben unter unseren Mitmenschen.

Starttreffen in Amsterdam

Zu diesem Thema traf sich Ende Juli 2009 eine Gruppe von 60 Menschen in Amsterdam. Das Treffen wurde von “Jugend in Aktion” sowohl in der Schweiz wie in Europa gefördert und eine Gruppe von sechs Leuten aus der Schweiz wurden mit Reisekosten und einem Tagungsbeitrag unterstützt. Das Treffen in Amsterdam diente der Vorbereitung der oben genannten Tagung, und wurde von Idem – Identity through Initiative getragen. Seit über einem Jahr stehen Idem und “Jugend in Aktion”-Schweiz in Zusammenarbeit in der europäischen Tätigkeit mit Freiwilligen im Einsatz in sozialen Projekten. Das Treffen in Amsterdam sollte Datum und Ort der Tagung festlegen, die Vorbereitungsgruppe bilden und praktische Schritte in die Wege leiten, damit in Kapstadt, Südafrika, im Jahr 2011 alles bereit steht.

Eine schwere Aufgabe, denn Connectivity ist mehr als eine einfache Tagung, wo gewisse Problematiken besprochen werden.

Drei Gruppen

Connectivity führt drei Menschengruppen zusammen: Sozialprojekte, die aus eigener Initiative irgendwo in der Welt lokal tätig sind, sich selber tragen und einem lokalen Bedürfnis entgegenkommen, egal ob Erziehung, Gesundheit, Umwelt, solange sie einer nachhaltigen Entwicklung dienen. Dazu kommen Menschen, die über gewisse Erfahrungen im Leben der Zivilbevölkerung verfügen, und junge Menschen aus der ganzen Welt, die sich an diesem Austausch beteiligen möchten. Die Tagung, oder besser, das Ereignis, besteht aus verschiedenen unabhängigen Komponenten, die alle 2011 zusammenkommen müssen.

Austausch auf allen Ebenen

Angefangen wird mit einer Reihe von Workcamps, die schon einen Monat vorher beginnen werden. Nach der Tagung finden dann weitere statt. Gruppen von sieben bis 30 Menschen werden an einem Sozialprojekt irgendwo im südlichen Afrika vorher geplante Arbeiten verrichten.

Während der Tagung arbeiten dann andere Initiativen. Das Craft Village, in Schweden von einer Gruppe Handwerker in Zusammenarbeit mit einem Netzwerk afrikanischer Handwerker organisiert bietet einen großen Raum mit verschiedenen Werkstätten an, wo jeder, der will, angeleitet wird, wie man etwas schmieden oder töpfern kann, oder eine Trommel aus Holz und Leder baut.

Das Art and Culture Village versucht dasselbe in künstlerisch-kulturellen Aktivitäten anzubieten. Tanz, Musik, Strassenspiele, Malen und Kinderspiele sollen ständig nicht aufgeführt, sonder aktiv mit Teilnehmern durchgeführt werden.

Weiter gibt es den Marketplace, eine Ausstellung der Sozialprojekte und Social Responsibility Programme von Geschäften, wo ein breites Spektrum der vorhandenen sozialen Einrichtungen angeschaut werden kann. Hierzu werden Stände vermietet, was für die Finanzierung der Tagung wichtig ist. Kleinstprojekte sollen aber auch unentgeltlich dort ausstellen können.

Ort und Datum noch offen

Neben dem eigentlichen Tagungsprogramm, mit seinen Rednern, Symposien, kulturellen Vorstellungen und Diskussionen soll es dann zuletzt noch einen Action Day geben, wo diejenigen, die sich dafür vorbereitet haben, mit Bussen in der ganzen Stadt verteilt werden. An vielen verschiedenen Projekten werden sie dann das Vorbereitete ausführen – Spiele mit Kindern, ein Theaterstück, Aufräumen eines Spielparks, errichten einer Steinplastik – was es auch ist.

Derweil ist die Tagung der Öffentlichkeit zugänglich, die den Marketplace besichtigen und an Symposien zu verschiedenen Themen teilnehmen kann. Für dieses Ereignis wurde nach dem Amsterdam-Treffen vieles in die Wege geleitet, und wir erwarten, dass in den nächsten Wochen genauer Ort und Datum bestimmt werden können.

Jugend in Aktion


Willst auch du an einem Seminar, Trainingskurs oder einer Jugendbegegnung teilnehmen oder selber ein Projekt durchführen? Mehr Infos dazu findest du auf der Homepage der Schweizerischen Koordinationsstelle JUGEND IN AKTION unter www.jugend-in-aktion.ch oder info(at)jugend-in-aktion.ch

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Helden mit nacktem Oberkörper

Am Mittwoch, 25. November 2009 lief der zweite Teil der Twilight- Saga “New Moon” in den Schweizer Kinos an. Entgegen meiner Erwartung war der Kinosaal nicht voll von kreischenden, hysterischen Teenagergirls, die sich vorsorglich einen Platz in der vordersten Reihe ergattert hatten, um ja kein Fetzchen des Hauptdarstellers zu verpassen, sondern in den Polstersessel räkelten sich zahlreiche Zuschauerinnen im Alter von 20 bis 50 Jahren. Das männliche Publikum war nur spärlich vertreten.

Meine Sitznachbarin zur Rechten, die 19-jährige Leandra, hatte schon alle Bücher der Twilight-Saga von Stephenie Meyer verschlungen. Den Film nehme sie nicht allzu ernst. Es seien inkompetente Schauspieler, aber die Umsetzung des Buchs interessiere sie.

Erfolg als Gütesiegel

Die 45-jährige Larissa und ihre Freundin, die 47-jährige Federica, haben sich, weil sie nicht so begeistert von futuristischen, zerstörischen Filmen sind, gegen “2012” und für “New Moon” entschieden. Federica meint, wenn der Film in Amerika so erfolgreich war (“New Moon” spielte am ersten Kinotag in Nordamerika so viel Geld ein, wie kein Film zuvor!), dann müsse er ihr doch sicher auch gefallen.

Die 23-jährige Clara gibt offen zu, dass sie eigentlich nur wegen dem gottähnlichen Hauptdarsteller Edward Cullen alias Robert Pattinson hier sei. Die Handlung des Films sei ihr ziemlich egal, so lange Pattinson oft genug auf der Leinwand erscheine.

Worum geht’s eigentlich?

Man nehme ein paar muskelbepackte Jungs, deren Oberteile abhanden gekommen zu sein scheinen, ein Mädchen mit Hang zur Depression und einen bleichen Vampir mit rauchiger Stimme. Das mische man mit einer wunderschönen, abwechslungsreichen Landschaft, würze es mit ein paar Spezialeffekten und schmecke es mit passender sentimentaler Musik ab: fertig ist der Traumfilm aller weiblichen Teenager: “New Moon”.

Die Handlung ist schnell erzählt: Bella (Kristen Stewart) wird von ihrem Freund, dem Vampir Edward Cullen (Robert Pattinson), aufgrund zu grosser Gegensätze verlassen, flüchtet sich in die starken Armen des Indianers Jacob Black (Taylor Lautner), um dann nach mehreren Erlebnissen, unter anderem mit Wölfen, selbstgebauten Motorrädern und Klippensprüngen ins Meer zu ihrem Vampir zurückzukehren.

Eine zu banale Handlung, die nur dank stimmungsvoller Landschaft und authentischer Filmmusik und – naja okay, ich gebs ja zu – doch ziemlich hübschen Darstellern, während der gut zwei Stunden Spielzeit auszuhalten ist.

Viele belanglose Dialoge, gegenseitig ins Ohr gesäuselt, und typische Teenagerprobleme machen, dass ich mich zu alt fühle für diesen Film. Wie geht es da den anderen, die doppelt so viele Jahre zählen wie ich?

Im falschen Film?

Federica hat sich während des Films bestens amüsiert: “Erstaunlich, wie allein das Auftreten Pattinsons ein Raunen durch den Kinosaal auslösen kann. Das Anhimmeln für diesen dürren Bleichling kann ich einfach nicht so ganz nachvollziehen.” Larissa ergänzt, dass der Film wohl besser für ihre 13-jährige Tochter geeignet sei.

Mein Fazit: solange man nicht weiblich, im Alter bis zu vierzehn oder totaler Vampirfan ist, hat man in diesem Film nichts verloren! Naja, der Anblick des charismatischen Pattinsons mit seinen zerstrubbelten Haaren lohnt sich ja, ehrlich gesagt, schon.