Gesellschaft | 12.10.2009

Italienische Landwirtschaft

Text von Julian Stiefel | Bilder von Julian Stiefel
Am Samstag, 10. Oktober 2009, fand der alljährliche OLMA-Umzug durch die St.Galler Innenstadt statt. Dabei stellten die Ehrengäste Südtirol und Trentino ihre Landwirtschaft und Kultur vor. Anschliessend fand der Festakt in der Arena statt.
Die Darbietungen der Ehrengäste brachten Farbe in den OLMA-Umzug. Er war die heimliche Attraktion des Umzugs Peitschenknallen auf höchstem Niveau Darf an keiner OLMA fehlen: Das Säulirennen.
Bild: Julian Stiefel

Kleiner Umzug, grosser Ansturm

Pünktlich um zehn Uhr begann der Umzug. Die Menschenmassen bildeten Wände, was es den freien Tieren unmöglich machte zu entfliehen. Doch hatte es sich für die Tausenden von Menschen wirklich gelohnt so früh in die Stadt zu pilgern? Nur wegen dem Umzug sicherlich nicht. Nach knapp 20 Minuten war alles schon vorbei. Schon zuvor teilte ein Polizist mit, dass der Umzug gerade mal ein Drittel so lang sei wie letztes Jahr.

St. Galler Interesse an den Gastprovinzen

Doch bei den Tausenden von Zuschauern kam der Umzug, bestehend aus etwa  700 Personen, gut an. In 15 Sujets zeigten die Südtiroler und Trentiner, was sie auszeichnet. An der Spitze leitete die Polizei den Umzug zu Pferd. Darauf folgten die Regierungspersonen und die Ehrengäste. Geschmückte Produktwagen zwischen den verschiedenen Tiergruppen repräsentierten Norditalien.  Traktore kamen ausnahmsweise keine zum Einsatz, jedoch von Pferden gezogene Wagen. Auch die kraftvollen Kühe meisterten die Tour ohne Probleme. „Durch den Marsch auf die Alpen sind sie gut trainiert“, erklärte Christian Manser, Präsident der Tierschauen. Besonderes Schmunzeln ging durch die Menge, als ein älterer Standartenträger daher stapfte und seltsame Gesten ausführte.

Festakt in der Arena

Direkt nach dem Umzug stürmten die vielen Zuschauer auf die OLMA-Kassen zu, wo sich lange Warteschlangen bildeten. Nur wenige Minuten später begann schon der Festakt in der Arena, eingeleitet von den Peitschenknallern. Darauf wurden zahlreiche Tierarten und Rassen vorgestellt, insbesondere die Kühe. Man versuche das Optimum zu züchten. So habe jede Rasse ihre spezifischen Eigenschaften. Ein junges, neugeborenes Schaf und die unzähligen kleinen Schweinchen, welche sich in der ganzen Arena verteilten, bildeten einen weiteren Höhepunkt.

Nur mässig viele Besucher verfolgten die Tiervorstellung, da es zwischenzeitlich oft zu Regengüssen kam. Die Show endete in einem Gewitter.

OLMA 2009

Danach füllten sich die acht Messehallen. Besonders die Degustationshallen sind bei den Besuchern beliebt. In den einen Hallen geht es vor allem um Heizungen und Bau, in anderen um Heimelektronik, Tiere und Möbel.

Schweinerennen

Um 16 Uhr, rechtzeitig zum Schweinerennen, tat das Wetter nochmals auf. Ziemlich überraschend war es, wie viele Personen sich in die Arena begaben. Ganz anders als am Morgen war jeder Zentimeter besetzt. Nach dem Rennen freute sich mancher darauf, an der Wettkasse seinen Gewinn abzuholen.

Die OLMA kann noch bis am Sonntag, 18. Oktober, besucht werden. Jeden Tag um 16 Uhr findet das Schweinerennen statt.

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