Kultur | 19.10.2009

Eine abgetrennte Hand und viel Symbolik

Das neue Buch von Dan Brown war bisher ein wohlbehütetes Geheimnis. Nun ist es gelüftet. Es heisst "Das verlorene Symbol" und vermag die hohen Erwartungen nur teilweise erfüllen.
Die Symbolik der Freimaurer spielt auch im neuen Roman von Dan Brown eine Rolle.
Bild: pixelio.de / pqm Dan Browns neuer Roman ist 765 Seiten dick. luebbe.de

Kurzabriss: Robert Langdom, Professor der Universität von Harvard, wird wieder einmal unerhofft in eine verstrickte Geschichte gezogen. Ein ominöser Mann lockt ihn mit einer genialen List nach Washington D.C., er soll angeblich einen Vortrag im Kapitol zu halten. Vor Ort findet er keine Zuschauer, jedoch seinen vermeintlichen Auftragsgeber, Freund und Mentor Peter Salamon. Genauer gesagt, er entdeckt einen Teil von ihm, nämlich seine abgetrennte Hand, aufgesteckt auf einem Holzspiess. Unbekannte Zeichen zieren seine Fingerkuppen und der Zeigefinger richtet sich auf das gläserne Kuppeldach.

Das bestgehütete Geheimnis Amerikas

Ein unbekannter Anrufer teilt dem Symbologen mit, dass er Peter entführt hatte. Um ihn lebend wieder zu sehen, müsse er innert zwölf Stunden eines der bestgehüteten Geheimnisse Amerikas lüften.  Langdom stellt sich dieser schier unmöglichen Aufgabe und wird mit uralten Legenden und Mythen konfrontiert. Im Wettlauf mit der Zeit dringt er immer tiefer in die geheimnisvolle Welt der Freimaurer ein und unerwartete Feinde gesellen sich dazu. In einer rasanten und fesselnden Verfolgungsjagd durch Washington muss auch Robert Langdom dem Tod in die Augen schauen.

Kritik:


Dan Browns neuer Roman ist ein würdiger Begleiter an verregneten Herbsttagen. Mit seinem packenden Schreibstil garantiert sein neues Buch spannungsvolle Lesestunden. Das gänzlich Neue fehlt jedoch. Es weist zu viele Parallelen zu den Vorgängern "Illuminati" und "Das Sakrileg" auf, was die Überraschungsmomente deutlich abschwächt. Es gelang ihm schon immer sehr gut, die komplexen Wissenschaften einem Laien näher zu bringen. Sein neustes Werk ist jedoch gespickt mit zahlreichen Fremdwörtern und Fachbegriffen, was alles komplizierter und nicht unbedingt interessanter erscheinen lässt. Der Inhalt ist etwas weit hergeholt, regt aber durchaus zum Nachdenken an. Im Grossen und Ganzen nicht schlecht, aber sicherlich nicht Dan Browns Meisterwerk.

 

"Das verlorene Symbol" erschien am 12. Oktober im Lübbe-Verlag.