Gesellschaft | 14.09.2009

Kultur und Kulinarisches aus allen Ländern

Nachdem das "European Rally" der Landjugend letztes Jahr in der Schweiz zu Gast war, reisten junge Menschen aus ganz Europa nach Estland. In Jäneda, 80 Km von Tallinn entfernt, fand das Rally sieben Tage lang statt.
An der Eröffnungszeremonie trugen die Teilnehmenden die Trachten aus ihrer Heimat. Fotos: Petra Baumgartner Ein Andenken an eine unglaubliche Woche. Die Teilnehmenden präsentierten am internationalen Buffet Spezialitäten ihres Landes. Feuermachen... ... oder zwölf Menschen in einen Wagen packen gehörten zu den Disziplinen der Estnischen Olympiade.

Nachdem wir in Estland angekommen sind, machten wir die Ice-Breaking-Games. Dabei lernten wir auf spielerische Weise die anderen Teilnehmer kennen. Am Sonntagmorgen versammelten sich 120 junge Erwachsene in ihren Trachten zur Eröffnungszeromonie. Nachdem die Rally-Glocke ertönt war, war die Woche offiziell eröffnet. Nach einem feinen Mittagessen trafen sich die Teilnehmer zu einem Seminar zur Gruppenbildung. Dafür wurden wir in verschiedene Teams eingeteilt und es wurden Spiele wie zum Beispiel ein Feuer machen, um Popcorn zu machen. Es gab dabei nur ein Problem: Es regnete und alles war nass. Da der Regen immer stärker wurde, wurden die Spiele vorzeitig abgebrochen. Dadurch hatten wir länger Zeit, um uns fürs Abendprogramm vorzubereiten. An diesem Abend führten wir ein Internationales Buffet durch. Dafür nahm jede Person Essen und Trinken aus den entsprechenden Ländern mit. Als alles aufgestellt war, ging es mit dem kulinarischen Vergnügen los. Es war ein spannender Abend.

Hautnah Erlebtes

Am Montag fanden Workshops über Jugendarbeit statt. In Kleingruppen wurden über verschiedene Fragen diskutiert und nach gemeinsamen Lösungen gesucht. Es war spannend zu erfahren, wie dies in den verschiedenen Ländern gehandhabt wurde. Nach dem kopflastigen Tagesprogramm, durften wir uns in der Sauna oder beim Karaokesingen entspannen.Am Dienstagmorgen wurde durch zwei Jungpolitiker aus Estland ein Referat gehalten. Danach besprachen wir in Gruppen, wie in den Ländern die Jugendpolitik abläuft und was wir damit bewegen können. Nach dem Mittagessen besuchten wir in Gruppen drei verschiedene Jugendhäuser. Ich besuchte das Jugendhaus von Aegviidu. An diesem Ort treffen sich Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 25 Jahren. Danach wurde unserer Gruppe der Wald näher gebracht. Wälder gibt es in Estland sehr viel. Um uns an ihren Problemen mit der Waldverschmutzung teilhaben zu lassen, wurden wir aufgefordert, beim Waldputzen zu helfen. Das Abendprogramm versprach viel Spass. Es stand der Länderabend an. Jedes Land konnte sich in einer fünfminütigen Darbietung vorstellen. Es wurde getanzt, Spiele gespielt oder Sketches gemacht.

Am Mittwoch wurden wir in drei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe fuhr nach Rakvere und besichtigte eine alte Burg, die zweite Gruppe besuchte auf dem Weg nach Paide verschiedene alte Herrenhäuser. Nach der Besichtigung wurden wir von unseren Gastfamilien abgeholt. Die dritte Gruppe besuchte Palmse Manor und ging Kanufahren, danach begann für die Teilnehmer die Generalversammlung.Die Teilnehmer, welche nicht an der Generalversammlung teilnahmen, waren am Donnerstag Gast in einer Gastfamilie. Jeder erlebte diesen Tag anders. Die einen machten einen ruhigen Tag und entspannten sich, anderen wurde das Land gezeigt. Es war interessant, den Lebensstil der Estländer mitzubekommen. Als Dankeschön wurden die Gastfamilien am Abend zu einem Grillabend eingeladen. Mit Traditionell Estnischem Gesang und Tanz wurde der Tag beendet.

Estnische Olympiade

Am Freitag vergnügten wir uns mit einer Estnischen Olympiade. Die Teams konnten sich in Disziplinen wie Seilziehen, Sackhüpfen, „Frauen über den Hügel tragen“, „gefrorene T-Shirts auftauen“ und „zwölf Personen in ein Auto laden“ beweisen. Danach fand am Abend die Schlusszeromonie mit Spielen und Essen statt. Dafür wurden nochmals die Trachten angezogen und jede Menge Fotos geschossen.Am Samstag traten wir die Rückreise in die Schweiz an. Im Gepäck viele neue Bekanntschaften und Erfahrungen. Diese Woche war einfach unglaublich… aber Landjugend.