Kultur | 28.09.2009

Es rockt in Schupfart

Text von Swana Schlegel | Bilder von Rahel Waltisperger
Auch die 21. Rock-Night am Schupfart-Festival war wieder gespickt mit vielen Highlights und lockte Besucher aus der ganzen Schweiz ins Fricktal. Die Bands boten viel, von Stimmproblemen bis hin zu neuen Songs.
Adrian Sieber und seine Jungs steigerten sich nach verhaltenem Start. Das Programm versprach Rock vom Feinsten. Mit 6500 Besuchern war das Festival ausverkauft. Gotthard begeisterte mit Songs vom neuen Album.
Bild: Rahel Waltisperger

Ob Berner, Zürcher, Basler oder sogar Deutsche und Franzosen: Unter den gut 6’500 Besuchern des ausverkauften Schupfart Festivals fand man so gut wie alles. Schon früh pilgerten die hartgesottenen Fans ein, um sich auch ja ihren Platz in der ersten Reihe zu sichern. Andere hingegen nahmen es eher gemütlich, schliesslich war für Speis, Trank und Unterhaltung gut gesorgt. Kurz nach halb acht füllte sich das Zelt jedoch langsam. Der Grund war klar, Lovebugs eröffneten den Abend und versuchten sogleich, die Stimmung zum kochen zu bringen.

Leichte Startschwierigkeiten

Leider bemerkte man zu Beginn bei Leadsänger Adrian Sieber ein paar gesangliche Startschwierigkeiten und dies drückte ein wenig auf die Stimmung. Glücklicherweise besserte sich dies nach ein paar Songs und somit stieg auch die Laune im Publikum. Gut 70 Minuten begeisterten sie die Zuschauer mit den grössten Hits aus ihrer bisherigen Musikkarriere. Zum Schluss gab es dann sogar noch ein extra Zückerchen. Sie gaben einen noch nie gespielten Song, „Golden on a Gate“ zum Besten, ehe sie unter tosendem Applaus die Bühne verliessen.

Einheizen auf kölsch

Nun hiess es erst einmal warten und zwar auf die deutsche Band BAP. Kurz vor halb Zehn betraten sie schliesslich die Bühne und gaben während gut 90 Minuten ihre Songs zum Besten. Die Zuschauer zogen nicht mehr so gut mit wie bei den Lovebugs. Dies mag aber auch daran liegen, dass nur die eingefleischten Fans die kölschen Texte ganz verstanden. Trotz allem sah man viele fröhliche Gesichter und nach mehreren Zugaben verliessen auch sie unter verdientem Applaus die Bühne.

Sofort wurde wieder umgebaut. Innert kürzester Zeit war von BAP nicht mehr viel übrig und die Utensilien von Gotthard nahmen ihren Platz ein. Das Leuchten in vielen Gesichtern wurde nun noch grösser. Wie wir vor dem Konzert von einigen Zuschauern erfahren haben, waren sie nämlich der grosse Magnet des Abends und man konnte sich auf einen noch grösseren Stimmungsaufschwung gefasst machen.

Es kracht vor Mitternacht

Kurz vor halb Zwölf, mit leichter Verspätung, war es dann so weit. Das Licht ging aus und leichter Nebel überzog die Bühne. Gleich zu Beginn heizte Gotthard mit ihrem neuen Song „Shangri-La“ dem Publikum mächtig ein. Die Stimmung war trotz anfänglich leichten Tonschwierigkeiten gigantisch und dies vom ersten bis zum letzten Lied. Insgesamt war es eine gute Mischung aus Balladen, Rocksongs, älteren Songs und Stücken der neuen CD „Need to Believe“. Klassiker wie „Heaven“ waren wie erwartet auch vertreten und wurden vom Publikum begeistert im Chor mitgesungen. Doch wie alles hatte auch dies irgendwann ein Ende. Kurz vor eins verliess auch Gotthard nach mehreren Zugaben und lang andauerndem Applaus die Bühne und liessen viele zufriedene Zuschauer zurück. Sie hatten einmal mehr alles gegeben und gezeigt, was alles in ihnen steckt.

Fazit: Wie man auch unter den Zuschauern beobachten konnte, war wirklich für jede Altersklasse etwas dabei. Zwischen 7 und 70 Jahren fand man so ziemlich jede Alterskategorie vertreten. Und obwohl es gegen Ende im Zelt anfing zu tropfen und die Musik eindeutig zu laut eingestellt war, war es ein gelungener Abend, an dem ziemlich sicher niemand enttäuscht nach Hause ging.