21.09.2009

Der Schaukelstuhl

Text von Andrea Immler | Bilder von frager/pixelio.de
Ein Schaukelstuhl hat etwas Beruhigendes, er wiegt einem über gelebte Zeiten hinweg. Er steht da, ganz still, in weiter Ferne eines Landes und wartet auf einen Menschen, der sich etwas im holzigen Stuhl ausruht.
Der holzige Stuhl ist mehr als nur ein Möbel.
Bild: frager/pixelio.de

Ab und an lasse ich gerne meine Seele darin baumeln und blättere ein paar Seiten in einem spannenden Buch. Ich warte im schaukelnden Stuhl auf jemanden, der sich in den Schaukelstuhl setzt und ein Kapitel aus seinem Leben erzählt.  

Ein Schatten kommt vorbei und nimmt Platz auf dem leeren Schaukelstuhl. Ich höre ihm aufmerksam zu. Seine Geschichte berührt mich, zugleich trägt der Wind die Geschichte an mir vorüber. Der Erzähler steht auf, schaut in die Ferne und verlässt den Schaukelstuhl.

Von Weitem lausche ich noch den Schritten. Dann stehe ich auf und gehe. Alles, was zurück bleibt: Ein altes Haus mit einem Schaukelstuhl.

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