Sport | 10.08.2009

Spiel mit dem Feuer

«Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit", so der Leitspruch von freiwilligen Feuerwehren. Am vergangenen Samstag zeigten sieben Teams aus der Umgebung Arbon, dass sie mehr können als "nur" ein Feuer zu löschen. Mit ihren Fähigkeiten beeindruckten sie das Publikum bei einem Wettkampf.
Bild: Rosella Gmünder Balancieren auf Harassen. Fotos: Pascal Gähler Nichts für Wasserscheue. Teamplay beim Skifahren. Voller Einsatz beim Weiherlauf. Konzentration beim Flaschenfischen. Wer bingt die meisten Ballons zum Platzen?

Der Kampf mit den Harassen
Nicht wie üblich vertikal, sondern in der Horizontalen mussten sich die Teams mit Hilfe von Harassen fortbewegen. Dabei ging es darum, eine Distanz von 15 Metern als Mannschaft zu überwinden. Tückischerweise hatte ein Fünferteam nur sechs Harasse zur Verfügung. Das Berühren des Bodens hatte eine Zeitstrafe von zwei Minuten zur Folge. Wer die Distanz zuerst überwunden und die Harassen wieder gestapelt hatte, gewann.

Wassertransport ohne Schlauch
Im zweiten Spiel mussten die Feuerwehrmänner und -frauen zeigen, dass sie das Wasser auch ohne Feuerwehrschlauch von A nach B transportieren können – mit Hilfe einer Schubkarre. Was einfach klingt, stellte sich bald als schwierig heraus. Denn erstens musste das Wasser aus einem Weiher geholt werden, zweitens verlor man viel Wasser auf dem Hindernissparcours. Wer das Fass am Ende des Parcours zuerst voll hatte, siegte.

Skifahren
Ein gemeinhin bekannteres Spiel ist das Skifahren. Dabei steht die ganze Mannschaft auf Holzbrettern und muss im Gleichschritt versuchen, so schnell wie möglich vorwärts zu kommen. Wenn das Timing nicht perfekt sitzt, ist ein Sturz vorprogrammiert.

Stafettenlauf
Beim vierten Spiel durfte wieder Wasser transportiert werden. Diesmal war aber nicht nur Geschicklichkeit, sondern auch Ausdauer gefordert. Denn die Teams mussten als Stafette mit einem Eimer Wasser und einem aufgerollten Schlauch einmal um den Weiher sprinten. Am Schluss wurde die Zeit und die Menge Wasser im Eimer verglichen.

Flaschenfischen
Auch das vorletzte Spiel hatte es in sich: Zuerst sollte ein Holzbalken mit einer Bügelsäge geteilt werden, dann sollte man seine Hand noch ruhig halten können, um mit dem kleinen Ring am Ende der Angelrute den Flaschenhals zu treffen. Die Favoriten dieses Spiels waren die Romanshorner, da man ihnen die meiste Angelerfahrung zuschrieb. Doch auch die Arboner zeigten, dass sie am See wohnen und fischen können.

Gute Puste
Im letzten Spiel mussten die Mannschaften beweisen, dass sie grosse Lungen haben. Die Atemschutz-Spezialisten lagen natürlich im Vorteil.
Ein Luftballon musste durch einen Feuerwehrschlauch hindurch aufgeblasen und zum Platzen gebracht werden. Wer innerhalb von 3 Minuten die meisten Ballons zum zerplatzen brachte, gewann das Spiel.

Die grosse Überraschung
Nach 150 schweisstreibenden Minuten und sechs harten Disziplinen folgte die Rangverkündigung. Spannung machte sich bei den Zuschauern breit. Unter grossem Applaus schafften es die Verlierer des letzten Wettbewerbs, die Mannschaft „Brandwasser“ aus Wittenbach, auf den ersten Platz. Dicht gefolgt von den „Flash over Bunnys“ aus Egnach. Gerade noch auf’s Treppchen schafften es auch die Egnacher „Freshwater Pistols“.