Gesellschaft | 20.07.2009

Wenn die Welt blitzt und funkelt

Text von Michèle Däppen | Bilder von www.taz.de
Die Figur von Heidi Klum, den Kaffee von George Clooney und die Putzkraft von Meister Propper: Wir sollten es alles haben - gaukelt uns die Werbung vor.
Konsum: Manchmal ist der Einkäufer blind.
Bild: www.taz.de

Überall stechen einem bunte Schilder ins Blickfeld. Schaufensterpuppen sind mit Plastik umwickelt und zu allem Übel sind die Läden auch noch rammelvoll. Menschenmengen drängen sich zwischen den Regalen und kämpfen um das beste Teil zum tiefsten Preis – Ausverkauf!

Hinter den knalligen Schildern und den Schnäppchenangeboten steckt viel mehr als man denkt. Denn wir kaufen nichts grundlos. Schon bevor wir uns ein bestimmtes Produkt im Laden anschauen, werden wir beeinflusst.

Die Sehnsucht wächst

Werbung wird von uns kaum bewusst beachtet, da sie zu einem festen Bestandteil in unserem Alltag geworden ist. Und doch lässt sie uns nicht unberührt. Insgeheim wünscht sich doch jede Frau, so perfekte Wimpern zu haben, wie die aus der Werbung. Viele Männer wollen die Frauen mit dem neuen Alfa Romeo beeindrucken. Bewusst wird mit Statussymbolen gespielt. In uns wächst immer mehr der Wunsch, genau dieses Produkt aus der Werbung zu kaufen.

Gerne werden Prominente zu Werbezwecken eingesetzt. Das wohl berühmteste Beispiel ist Heidi Klum, die mit ihrem Gesicht unter anderem für Haarspray und McDonalds wirbt. Eine gelungene Werbung zieht uns so in ihren Bann, dass wir sofort loslaufen, um das Produkt zu kaufen. Uns wird vor Augen geführt, dass wir sonst nicht länger glücklich sein könnten. Gekauft wird, was neu ist; und natürlich trendy.

Meister Propper und Co.

Obwohl der Kosmetik- und Modemarkt ein sehr gutes Beispiel der Kaufbeeinflussung ist, werden die Konsumenten auch auf anderen Gebieten manipuliert. Die engagierte Hausfrau von heute weiss schon gar nicht mehr, welches Produkt sie kaufen soll, um den Boden zu reinigen. Alle weisen sie gemäss Werbung die beste Putzkraft auf. Gleich alle kaufen und dann mischen vielleicht? Es kann schwierig sein, bei den ganzen Tricks der Verkäufer den Überblick zu behalten.

Fazit:


Man sollte sich schon im Vornherein über seine Bedürfnisse klar werden. Vielleicht sogar mit einer Einkaufsliste shoppen gehen und sich an diese halten. Der Werbung zum Trotz, Schnäppchen hin oder her. So lassen einen die  Werbespots vielleicht kalt und entlocken uns höchstens noch ein Lächeln, weil der Slogan vielleicht witzig und die Gesamtidee höchst kreativ ist.