Kultur | 13.07.2009

Songs aus der eigenen Feder

Vom 17. bis 25. Juli findet in Luzern bereits zum 17. Mal das Blue Balls Festival statt. Es verspricht musikalische Leckerbissen wie Jamie Lidell, John Fogerty oder Joss Stone. Neben gestandenen Stars stellen wir hier zwei Jungkünstler vor: James Morrison und A Fine Frenzy.
Blaue Nächte: Über 100 Events am Blue Balls Festival.
Bild: krone-luzern.ch Scheues Kind: A Fine Frenzy am Samstag auf der Bühne. afinefrenzy.de Noch ein Poet: Der nachdenkliche James Morrison. batanga.com

Während ab dem nächsten Wochenende mit vielen kulinarischen und musikalischen Leckerbissen einiges los sein wird in Luzern, gibt es auch Einzelne, die eher ruhigere Töne anschlagen. Am Samstag ist dies A Fine Frenzy, am Sonntag folgt James Morrison. Den beiden Jungkünstlern ist ihr Talent gemein. Was in der heutigen Musikindustrie nicht mehr zur Selbstverständlichkeit gehört, ist das Markenzeichen beider. Sie kann gut Klavier spielen, er brachte sich selber das Gitarrenspielen bei. Und mit dem Musik machen kam das Bedürfnis nach eigenen Melodien und Texten.  So kommen die Songs nicht aus einem Produzentenhaus, sondern aus der eigenen Feder.

Poetisch inspiriert
A Fine Frenzy heisst eigentlich Alison Sudol und fällt äusserlich besonders durch die leuchtend roten Haare auf. Die 25-Jährige ist auch schon in der Schweiz aufgetreten, so etwa im April 2008 im Kaufleuten. Steht sie auf der Bühne, ist sie eher scheu, überzeugt aber durch ihre Stimme und emotionale Art zu singen. Literatur begeistert sie, von ihr hat die Amerikanerin das Songwriting gelernt. Ihr Künstlername kommt aus dem Sommernachtstraum von William Shakespeare, zitierend aus der Szene: „The poet’s eye, in a fine frenzy rolling, Doth glance from heaven to earth, from earth to heaven.“ Ein schöner Wahnsinn.

Noch ein Poet
James Morrison und James Blunt haben nicht nur ihre Herkunft England gemein, sondern auch ihr Äusserliches weisst Ähnlichkeiten auf. Stimmlich unterscheiden sich die beiden jedoch um Welten. Das mag daran liegen, dass James Blunt als Baby nicht fast an einer schweren Keuchhustenerkrankung gestorben wäre. Von da hat Morrison nämlich seine Stimme, deren Soul er auch live in der Schweiz schon unter Beweis stellte, etwa 2007 am Live at Sunset in Zürich. Den Radiohörern wird er mit der Single „You give me something“ oder dem Duett mit Nelly Furtado „Broken Strings“ bekannt sein. James Morrison war einst Strassenmusiker und schlug sich mit Auftritten in Pubs durch. Schön, dass man ihn entdeckt hat.

Info


Das Blue Balls Festival findet vom 17. bis 25. Juli in Luzern statt. A Fine Frenzy tritt am Samstag, 17. Juli, im KKL von 20.00 bis 22.00 Uhr auf, James Morrison am Sonntag, 18. Juli, im KKL von 20.30 Uhr bis Mitternachtr. Eintritte je ab 50 Franken.

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