Kultur | 15.06.2009

Henkersmahlzeit der Henkersmahlzeit?

Im Gaskessel findet am 18. Juni 2009 die vorläufig letzte Henkersmahlzeit statt. Die Crimelady, Verena Wyss, serviert Kostproben aus verschiedenen Kriminalgeschichten. Tink.ch verlost Tickets.
Sicht von der kulinarischen Lesung aus,
Bild: Adrian Streun Die Crimelady, Verena Wyss, am 18. Juni 2009 im Gaskessel zu hören, www.gaskessel.ch

Die Henkersmahlzeit ist eine kulinarische Lesung, die vom November bis im Mai 2008/2009 monatlich im Gaskessel abgehalten wurde. Literarische Leckerbissen eingebettet in kulinarische Genüsse, Literatur und Kochkunst vereint, in sieben Mahlzeiten. Der erste Gang der Henkersmahlzeit wurde im November 2008 mit dem Berner Autoren-Duo Daniel Himmelberger und Saro Marretta serviert. Als Dessert konnten Ausschnitte eines Dokumentarfilms über die Entstehung ihre letzten Romans „Die letzte Reise nach Palermo“ gezeigt werden. Im Dezember 2008 lieferte der Autor Paul Lascaux deftige Grundnahrungsmittel. In den 2008 erschienenen Kriminalromanen „Salztränen und Wursthimmel“ ermitteln Detektive sowohl im Emmental als auch in der Stadt Bern. Eindrücke aus dem aktuellen roman „Stille Lügen“ von Petra Ivanov wurden an der Henkersmahlzeit vom Januar 2009 gezeigt. Die Autorin und Journalistin, die vom „mörderisch guten Essen“ an diesem Abend schwärmte, schreibt von Eindrücken, die sie auf ihren Reisen nach Armenien und Georgien erlebte. „Krimis sind eine Art von Stiller Meditation über das in der Wirklichkeit grausame, schreiende, unerträgliche Verbrechen“. Weiter wurde abwechslungsweise gelesen und gegessen.

 

Publikum und Autorin tafeln gemeinsam, was dem Anlass einen direkten, ungezwungenen Hintergrund verleiht. Hans Peter Gansners Menu zeigte im Februar 2009 gesellschaftliche Missstände, überspitzt bis ins Groteske, auf. Im März 2009 brachte der Erfolgsautor Felix Mettler das lukullische Mahl aus seinem Bestseller „Der Keiler“, wie ein Hörspiel, auf den Teller. Eine der grossen Schweizer Schriftstellerinnen, Eveline Hasler, fand im April 2009 den Weg in den Gaskessel. Seine ausgesprochene Affinität zu guter Küche neben seinem literarischen Können stellte der Schweizer Kult-Kolumnist, Linus Reichlin mit „Die Sehnsucht der Atome“ in der Mahlzeit vom Mai 2009 unter Beweis. Er betonte: „die Henkersmahlzeit ist der beste Beweis dafür, dass Verbrechen sich eben doch lohnt“. Der Abschluss der Henkersmahlzeit erfolgt mit der Autorin, Crimelady und Gewinnerin des Deutschen Frauen-Krimi-Preises „Agathe“, Verena Wyss. Es wird intensiv an der Finanzierung einer zweiten Henkersmahlzeit-Serie gearbeitet, damit ab September 2009 wieder AutorInnen kulinarisch ihre „Mordsgeschichten“ vorlesen können.

 

Gefährlich-kulinarische Köstlichkeiten

Die vorläufig letzte Henkersmahlzeit wird am 18. Juni 2009 im Gaskessel serviert. Das Tor zum kulinarisch-literarischen Erlebnis wird um 18.30 Uhr geöffnet. Die Autorin Verena Wyss, die an diesem Abend literarische Leckerbissen zum Besten gibt, gewann mit ihrem Wissenschaftskrimi „Todesformel“ den deutschen Frauen-Krimi-Preis „Agathe“. Verena Wyss (geb.1945) studierte Geschichte und Rechtsgeschichte in Bern und Basel und arbeitet mit behinderten Kindern. Neben dem Verfassen von Krimis wie „Todesformel“ setzt sie sich für Frauen- und Erziehungsprojekte ein. Der erste Gang wird um 19.00 Uhr serviert. Die gefährlich kulinarischen Köstlichkeiten wie sollte man sich nicht entgehen lassen. Als Amuse Bouche gibt es Parmesankörbchen mit Gemüsesalat, giftig gefülltes Pastetli zum ersten Gang, Fisch im Speckmantel auf Spargeln zum zweiten Gang, und als Haupttatort des Krimis wird Lammrack mit Olivenpaste mit frischen Kartoffeln serviert, nach der Auflösung des Falls kann ein Erdbeersushi mit Minze genossen werden.

 

 

Wettbewerb


Tink.ch verlost zwei Tickets für die Henkersmahlzeit vom 18. Juni 2009 im Gaskessel in Bern. Bei Interesse schreibe ein E-Mail an: manuela.zeiter@tink.ch.

 

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