Kultur | 29.06.2009

Gefroren, aufgetaut und aufgeblüht

Im dritten Teil der "Ice Age"-Saga dringen die bereits bekannten Charaktere in neue Gefilde vor. Für Begeisterung sorgt vor allem Ottos Synchronstimme und die 3D-Animation.
Ice Age gibt es zum ersten Mal als 3D-Vorführung im Kino zu sehen.
Bild: Twentieth Century Fox: «© 2009 Twentieth Century Fox Film Corporation. All rights reserved.». Der dritte Teil der Tier-Sage ist ab dem 1. Juli im Kino. Zu sehen gibt es unter anderem gefährliche Säbelzahntiger und... ...Dinosaurier.

Nachdem die Welt im zweiten Teil der „Ice Age“-Saga wieder aufgetaut ist, blüht das Leben im dritten Teil nun so richtig auf. Säbelzahntiger Diego spürt die vergangenen Jahre in den alternden Knochen und würde sich gerne in die Einsamkeit zurückziehen. Doch so einfach lässt ihn seine „Herde“ nicht davon ziehen. Mammut Manni erwartet mit seinem Weibchen Ellie ein Junges und versucht deshalb mit allen Mitteln, die Natur kindersicher zu machen. Vom kommenden Nachwuchs angespornt klaut Faultier Sid (im Deutschen gesprochen von Otto Waalkes) drei riesige Eier aus dem einst ewigen Eis und wird, wie er selbst sagt, zur „Mama“ von drei kleinen Tyrannosaurus Rex.

Entführt von einem Urzeitmonster

Dass die richtige Mutter nicht weit ist, war zu erwarten. Sid wird bei seinem Verteidigungsversuch gegen das Urzeitmonster kurzerhand mit den Mini-Dinos verschleppt. Die hormongesteuerte Ellie setzt sich sogleich Sid`s Rettung als Ziel und zieht den Rest der Herde (zu welcher auch die beiden Chaos-Opossums Crash und Eddie gehören) in eine vergessene Welt. Farbenfroher, warmer Dschungel mit überraschender Flora und noch erstaunlicherer Fauna. Im Gegensatz zu allen Vermutungen sind die Dinosaurier alles andere als ausgestorben. Mit dem psychisch leicht gestörten Wiesel Buck machen sich die Eiszeit-Tiere auf eine abwechslungsreiche und nicht ganz ungefährliche Suche nach ihrem tollpatschigen Freund.

Für die grössten Lacher sorgt Ottos Stimme

Nach den ersten zwei Teilen versuchte Fox in den Oscar-prämierten Blue Sky Studios an die bisherigen Erfolge anzuknüpfen. Mit gewohnt schönen Animationen und lockeren Dialogen zielt der Film klar auf eine jüngere Zielgruppe ab. Jedoch auch ältere Zuschauer kommen dank unzähligen Anspielungen auf vergangene Filme und Serie auf ihre Kosten. Das neue, farbige Szenario bietet eine ideale Kulisse, um sich von den Vorgänger-Filmen abzuheben. Dank dem Teils nervenden und Teils unterhaltenden Wiesel Buck konnten auch ganz neue Dialoge geführt werden. Für die meisten Lacher sorgt jedoch weiterhin Sid, der von Otto sehr sympathisch synchronisiert wurde. Seien dies mütterliche Erziehungs-Diskussionen mit der Dino-Mama oder Erklärungsversuche gegenüber Manni, das Faultier lockt mit herzhaft dümmlicher Art immer wieder neue Lacher hervor.

Ice Age in der dritten Dimension

In diversen Schweizer Kinos (meist grösseren Multiplex-Anlagen) wird „Ice Age 3“ in 3D gezeigt. Die dritte Dimension wird, wie bereits in anderen Animations-Filmen, mit einer speziell polarisierten Projektionstechnik erreicht. Farbige Folienbrillen, wie sie früher zu solchen Darstellungen genutzt wurden, kommen nicht mehr zum Einsatz. Wirklich zur Geltung kommen die Effekte jedoch nur in der vorderen Kinohälfte, vor einer entsprechend grossen Projektionsfläche.

Fazit


Trotz einigen Längen unterhält "Ice Age 3" erneut mit altbekannten und neuen Charakteren. Die 3D-Version des Filmes läuft nur in der synchronisierten Fassung und bietet eine interessante Abwechslung zu den zweidimensionalen Filmen.

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