Kultur | 22.06.2009

„Es ist anders als mit einem Orchester“

Text von Sebnem Danaci | Bilder von Sebnem Danaci
Mal nicht im Orchester, sondern als Unterstützung einer Indie-Rock-Band stand die junge Geigenspielerin Sara Spitz bei "Musig uf dä Gass" auf der Bühne. Wie kam es dazu, dass sie mit sanften Tönen tosenden Applaus auslösen durfte? Tink.ch fragte nach.
"Als ich angefangen hatte zu spielen, löste sich die Nervosität."
Bild: Sebnem Danaci

Beim Festival „Musig uf dä Gass“ eröffnete die Indie-Rock-Band The Skruffs den Konzertabend in der Grabenhalle St.Gallen. Die vier Jungs aus Degersheim rockten die Bühne mit ihren fetzigen, selbst komponierten Liedern. Zudem spielten sie auch einige ruhige Balladen, bei dem sie bei einem Song einen „Special Guest“ angekündigt hatten, nämlich die Geigenspielerin Sara Spitz. Sie verzauberte das Publikum mit sanften Geigentönen, welche an solch einem Festival ja nicht oft zu hören sind. Das Publikum war ganz aus dem Häuschen, es gab tosenden Applaus. Tink.ch hat Sara Spitz über diesen besonderen Auftritt interviewt.

Wie durch die Ankündigung vom Liedsänger Hiro herauszuhören war, kennt ihr euch wohl schon länger?

Sara Spitz: In der Tat. Ich kenne ihn und den Bassisten Jonas schon seit der Primarschule, da wir ja auch im selbem Dorf wohnen.

Dann habt ihr schon lange eine Zusammenarbeit geplant oder war es mehr eine spontane Idee?
Es war mehr eine spontane Idee. Sie erzählten mir, dass sie in der Grabenhalle bei „Musig uf dä Gass“ spielen werden und sie für ein Lied eine Geigespielerin brauchen. Ohne zu zögern habe ich da natürlich sofort zugesagt.

Dein professioneller Auftritt ist beim Publikum sehr gut angekommen. Wie hast du dich dabei gefühlt?
Ich spiele mittlerweile schon seit acht Jahren Geige und nebenbei spiele ich auch im Orchester in Wattwil. Obwohl ich mit dem Orchester schon einige Auftritte hatte, war dieser hier schon etwas Besonderes. Hier spielte ich ja nicht nach Noten. Meinen Teil für das Lied habe ich selber komponiert. Und überhaupt ist es etwas ganz anderes mit einer Band aufzutreten als mit einem Orchester. Kurz vor dem Auftritt war ich nervös und unsicher, ob das auch gut beim Publikum ankommen würde. Aber als ich auf der Bühne stand und angefangen hatte zu spielen, löste sich die Nervosität völlig. Nach dem Auftritt bekam ich viele positive Feedbacks, was mich überraschte, aber natürlich sehr freute.

Ist da schon eine weitere Zusammenarbeit geplant?
Nach dem Auftritt hatte ich ein kurzes Gespräch mit dem Leadsänger Hiro. Er sagte, dass er es sich gut vorstellen kann, weiterhin mit mir zusammen zu arbeiten. Aber richtig geplant ist noch nichts.