Gesellschaft | 08.06.2009

Der Wind der uns davonträgt

Text von Mitzu | Bilder von Michael Baumann
Wenn Liedtexte einem aus dem Herzen sprechen: Ein Chanson der französischen Rockband Noir Désir widerspiegelt Mitzus aktuellen Gemütszustand. Und er überlegt sich, Baba in London zu besuchen.
Der eine in Londen, der andere in Solothurn: Baba und Mitzu.
Bild: Michael Baumann

Ich fürchte mich nicht vor dem Weg. Man muss nur hinsehen und geniessen. Jede Biegung, jede Windung und alles wird gut uns der Wind wird es davontragen und deine Botschaft an den grossen Bär Und der Lauf der Dinge. Eine sanfte Momentaufnahme und auch wenn es nichts bringt.

Der Wind wird es davontragen. Alles wird verschwinden. Der Wind wird uns davontragen und die Liebe und die Hiebe und Die Wunden, die uns quälen und die Freude früherer Tage, von Gestern und von Morgen und der Wind wird sie davontragen und die Gene über die Schulter gehängt und die Chromosome in der Atmosphäre. Die Taxis zu den Galaxien. Und mein fliegender Teppich.

Der Duft unserer verlorenen Jahre. Eine Unmenge von Schicksalen, die an deine Tür klopfen konnten. Man schreibt es zwar hin, aber was bleibt davon übrig? Der Wind wird es davontragen und Während die Gezeiten steigen und jeder nochmals Bilanz zieht und in meinem hohlen Schatten, nehme ich Staubteile von dir mit.

(frei übersetzt von: „Le vent nous portera“ von Noir Désir feat. Manu Chao) 

Sonntag Abend und schon wieder so vieles erlebt, lieber Freund. Gemerkt, dass man nicht wirklich Position beziehen kann in dieser Welt. Das Schweigen besser ist als schwätzen und das die Zeit unserer Jahre dahinfliegt. Und dazu diese Scheiss-Reflexion von allem und Jedem. Eingesperrt in meinen Gedanken, dauernd gezwungen, mir meines schlecht zu machen, um ein neues Ich zu erschaffen, um irgendwie Bewegung in meine Seele zu bringen. Life’s a struggle, just do it!

Links