Gesellschaft | 15.06.2009

Den geistigen Käfig aufbrechen

Jeder versucht, sein Leben auf irgendeine Weise zu meistern. Und oft kommt es uns so vor, als würden uns dauernd Steine in den Weg gelegt. Ja, heutzutage geht es hektisch zu und her. Vieles geht schneller als wir es uns wünschen und wir müssen uns permanent auf neue Herausforderungen einstellen.
Der Ausbruch öffnet auch den Geist.
Bild: youthmedia.eu / Mariesol Fumy

Gestern fluchte er über den Lärm, den die Nachbarn ständig veranstalten, heute hat sie rein gar keine Lust aufs Büro und täglich verspricht uns die Werbung Lösungen für Probleme, die es früher gar nicht gab. Gibt es für jede dieser Sorgen ein Patentrezept? Fehlanzeige.

Die Walt-Disney-Methode
Andere Perspektiven können neue Einsichten hervorbringen. Sie bilden also eine Grundlage, um kreativ zu werden. Diese Kreativität ist ein wichtiges Werkzeug um Situationen, denen man noch nie begegnet ist, zu beurteilen und zu meistern. Man kann sich dies sehr bildlich vorstellen, am Beispiel des Mickey Maus-Erfinders Walt Disney. Es gibt eine Kreativitätstechnik, die nach ihm benannt ist. Diese Methode funktioniert so: Um ein Problem zu beurteilen versetzte sich Disney nacheinander in drei verschiedene Rollen. Zuerst war er der Träumer. Dieser hatte Visionen und Ideen. Anschliessend wurde er zum Realist, der prüfte, ob diese Überlegungen umsetzbar waren. Als Kritiker hinterfragte er zuletzt das Ergebnis.

Andere Perspektiven
Ausbrechen heisst, den Geist zu öffnen, sich selber zu vertrauen, etwas zu wagen und zu riskieren, seinen eigenen Weg gehen. Hand aufs Herz, es hilft nichts. Man muss sich diesen Schwierigkeiten stellen. Ohne knochenharte Arbeit und eiserne Selbstdisziplin hat man keine Chance. Es kann dabei aber hilfreich sein, verfestigte Zustände, Vorurteile und sogar Ängste hinter sich zu lassen oder sich in eine andere Rolle hinein zu versetzen. Eine andere Rolle einzunehmen hilft, Probleme von einer anderen Perspektive aus zu betrachten und von oben herab gesehen, sieht alles nichtig und klein aus.

Info


Christopher Eggenberger reichte diesen Beitrag beim Wettbewerb "Secondomedia" ein und sicherte sich damit einen Praktikumsplatz beim "Werdenberger & Obertoggenburger". Tink.ch veröffentlicht in den nächsten Wochen alle eingereichten Beiträge in den Kategorien Zeitung und Film.