Kultur | 16.06.2009

Afrika zu Gast in Winterthur

Text von Aline Clauss
Zum 20. Mal öffnete das Afro-Pfingsten Festival in Winterthur seine Tore. Zum Jubiläum wurden ein reichhaltiges Programm auf die Beine gestellt.
Die vielen Seiten von Afrika will das Afro-Pfingsten seinen Besucherinnen und Besuchern zeigen. Auch den kleinsten. Fotos: Afro-Pfingsten Handgemachter Schmuck in allen Variationen.... ...gibt es hier an zahlreichen Ständen.

Wenn die Strassen gefüllt sind von Menschen, wenn verschiedenste Gerüche in der Luft liegen, wenn in der Altstadt zu exotischer Musik gesungen und getanzt wird, dann ist Pfingsten in Winterthur. Mit Märkten, Workshops, Konzerten und Filmen bringen die Organisatoren Afrika und Nordamerika direkt vor die Haustüre, eine Annäherung der Kulturen, die zum besseren Verständnis für einander beitragen soll.

 

In der Altstadt kann man die Märkte mit ihrem bunten Treiben beobachten. Ein Fest und zugleich eine Herausforderung für alle Sinne. Der Geruch kulinarischer Köstlichkeiten dominiert in den Gassen. Mit Spezialitäten aus Pakistan, Äthiopien und Mexiko, aber auch mit Crepes lässt sich der Hunger stillen und danach seine Reise durch eine andere Welt fortsetzen. Stände mit den verschiedensten Waren reihen sich aneinander und bieten einen Einblick in das alltägliche Leben Afrikas. Neben Lebensmitteln gibt es Schmuck, Kleider, Instrumente und Kunsthandwerke aller Art zu bestaunen und zu kaufen. Ein Mann bahnt sich mit seinen zwei Kamelen einen Weg durch die Menschenmenge auf dem Kirchplatz. Hier ist die FairFair, ein Markt zum Thema Fairness, der über globale Probleme und Missstände informiert und zum Handeln gegen die Ungleichgewichte im weltweiten Marktgeschehen aufruft. Begleitet wird das Geschehen von einem afrikanischen Kirchenchor, der mit viel Rhythmus seine Lieder singt.

Aufregendes Zusammentreffen

Viel Rhythmus bietet auch die Halle 53, in der für jeden Abend ein Konzertprogramm mit mehr oder weniger traditionellen Künstler und Bands zusammengestellt wurde. Heute ist Noche Latina und den Anfang macht Regina Ribeiro aus Brasilien. Mit ihrer Mischung aus afro-brasilianischen Rhythmen und Soul will sie eine Brücke zwischen Afrika und Amerika schlagen, was ihr auch gelingt. Ihre Musik reisst mit und bald bleibt keiner mehr still stehen. Die Choreographie, eine Fusion aus Modern Dance und afro-brasilianischem Tanz vervollständigt den Auftritt perfekt. Kaum ist das Konzert fertig, geht es auf der Hauptbühne auch schon weiter mit dem Orquesta Aragon aus Kuba zusammen mit Afia Mala aus Togo. Ein aufregendes Zusammentreffen afrikanischer und karibischer Rhythmen, welches die Zuschauer in grossen Mengen anlockt und bald ist die grosse Halle gefüllt mit Salsa tanzenden Menschen.  Einige junge Männer gehen mit einem zwinkern auf die sich noch nicht bewegenden zu: „Do you want to dance?“

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