Gesellschaft | 18.05.2009

Babas merkwürdige Begegnung

Text von Baba | Bilder von Michael Baumann
Nachdem Baba das Friedensangebot von Mitzu halbherzig annnimmt, erzählt er seinem Freund von einer Begegnung der etwas anderen Art.
Der eine in Londen, der andere in Solothurn: Baba und Mitzu.
Bild: Michael Baumann

London, Sonntag den 17. Dezember 2009

Ja Mitz,

Die Apachen hätten deine Friedenspfeife wohl nicht angenommen. Als Diplomat in Nahost wärst du von Israelis und Palästinenser, im Kreuzfeuer grinsend, massakriert worden! Dein Brief ist geschrieben wie Amerika Außenpolitik betreibt. Da ich mich jedoch in deiner Vorhaut befinde, will ich die alte, morsche Plastik Pfeife paffen, damit wir ENDLICH einen Schritt vorwärts kommen.

Das gute, wenn nicht sogar überlebenswichtige, am menschlichen Hirn, ist seine Fähigkeit Dinge Auszublenden. Als ich deinen Brief gelesen habe und danach versuchte einige Eigenschaften in Errinnerung zu rufen, kamen mir hauptsächlich, die aus deiner Sicht, guten in den Sinn. Andererseits ist das vielleicht auch nur ein Attribut der Narzissten.

Letzten Dienstag begegnete ich Sara! Sie hatte nachtschwarze Augen, rote struppige Haare und erschien sportlich als wäre ich ein Stück Wurst. Nein Männer! Nicht! Keine FANTASIEN! Doch ihre Anwesenheit im Vereinten Königinnenreich war ein Fehler in der Matrix! Sie flüsterte mir: „Diese dicke alte Schlampe, kleiner Schnurrbart, kinderlos, missbraucht alles Missbrauchbare um ihre hässliche Lieblichkeit auszuleben, Packte mich einfach in ihre Tasche.“ Einfach ausgesetzt im Hyde Park als wäre sie einer dieser hässlichen Frösche in Australien! Verschleppt! Zürich Tasche rein, London Tasche raus! Als ich sie traf, sass Sara das Eichhörnchen verängstigt zitternd unter einem Baum. „All diese Notgeilen grauen Verwandten hier! Verdammte Rammeldinger! Ich sag’s dir! Das ist gar kein Spass! Und überhaupt, Squirrel, was ist den das für ein Name!“ Sie vermisste die Schweiz, stellte sich heraus in unserem Gespräch. Die Sicherheit, Sauberkeit, Einwanderungsgesetze, Bankgeheimnis, Berge, augenkontaktlose Blicke, 100er Noten. In diesem Moment tauchte vor ihr eines dieser grauen Monster auf, jedoch sehr gut angezogen muss ich sagen, und fragte Sara: „Good Afternoon lady my name is Jack and i would like to invite you for a cup of ………..“ Das letzte was ich von Sara sah und hörte war ihr auf Pfoten davon wippender Schwanz und ein unzusammenhängender Wortschwall, irgendwas wie: « AHHHHH….. NEIN ….. keine Drogen…… verpisss………… scheisse……. HILFE……..!« Das graue Monster blickte mich verdutzt an und kehrte dann zum Bäume klettern zurück. So wie es aussieht hat nicht nur Weiss vor Braun, Schwarz vor Gelb, Hellgrün vor Türkisviolett, Angst, sondern auch Rot vor Grau. Andererseits könnte man dem mit Interkulturellen-Zwangs-Reisen vielleicht etwas vorbeugen. Habe jedoch auch nicht erwartet ein sogenantes Rechthörnchen in London anzutreffen.

So Mal was anderes!

Stop. Situation hopeless. Stop. Can no longer write. Stop. Had to Stop. Stop. Yes, stop! Stop

                                                                                                                                 (Bill HIcks)

Baba