Gesellschaft | 16.03.2009

Monster unter Wasser

Blaue und weisse Kacheln eines Hallenbadbodens sind alles, was die Tink.ch-Reporterin während des Schwimmens entlang der Bahnen sehen möchte. Doch da trifft sie auf etwas Unvorhergesehenes!
Kinderspielchen stören das Schwimmen der Tink.ch-Reporterin.
Bild: Bastian Stoermus/youthmedia.eu

Blaue Kacheln. Weisse Kacheln. Blaue… Pardon? Strampelnde Kinderbeinchen?! Darf doch nicht wahr sein! Ausgerechnet heute, als ich ausnahmsweise eine ganze Schwimmbahn für mich alleine hätte. Keine ungeduldigen Crawler, die einen dauernd überholen. Niemand ist auf der Bahn für langsames Kreisschwimmen. Kein schneller Schwimmer ist in Sicht, der so nahe am Vordermann paddelt, dass er diesem mühelos an den Zehen knabbern könnte. Ausgerechnet jetzt, als ich meinen blau-weissen Rhythmus gefunden hätte, spielen zwei kichernde Jungs „Bahn-Überqueren-bevor-das-Monster-kommt“. Ihr Unternehmen erinnert mich etwas an Berlins Fussgängerstreifen. Dort muss man beinahe rennen, um bei Grün die gesamte Strasse überqueren zu können und nicht in der Strassenmitte stranden zu müssen.

„Blubb“

„Einfach schwimmen, schwimmen, schwimmen“, klingt Dorie aus Findet Nemo in meinen Ohren. Dies gelingt mir einige Bahnen lang, doch allmählich ist die Toleranzgrenze erreicht. Im Ignorieren scheint der Bademeister geübter zu sein als ich. Noch ein letzter flehender Blick in seine Richtung, jetzt reicht es. Selbst ist die Hobbyschwimmerin. Zumindest hat sie eine Idee. Und bevor irgendein Entschluss gefasst werden kann, ist jener Geistesblitz auch schon in die Tat umgesetzt. Hinter mir prustet und hustet es. Ich habe einem der Jungs im Vorbeischwimmen tatsächlich einen Schwall Wasser ins sommersprossige Antlitz gespritzt. Fast wäre mir ein triumphierendes „Ha!“ entfahren. Beziehungsweise ein „Blubb“, da ich jetzt, etwas peinlich berührt, lieber schnell abtauche.