Kultur | 02.03.2009

Langzeit-Rockstars

Text von Tobias Luchsinger | Bilder von mandodiao.de
Mando Diao sind zurück: Vor kurzem ist ihr neues Album "Give me Fire" erschienen. Wer sich ein Bild von der Live-Tauglichkeit der neuen Songs machen und ausserdem zu Altbewährtem rocken will, der hat am 29. März im X-Tra Gelegenheit dazu.
Halb-heilige Kulisse für die Rockgötter: Björn Dixgård, Carl-Johan Fogelklou, Samuel Giers, Gustaf Erik Norén, Mats Björke.
Bild: mandodiao.de

Die fünf Schweden von Mando Diao sind alles andere als bescheiden. Sätze wie: „Wir sind besser als The Who und moderner als die Beatles.“, sind immer wieder von ihnen zu hören und der Bandname stammt angeblich aus dem Traum des einen Sängers Björn Dixgård, in dem ein Mann ihm den Namen zugeschrieen haben soll. Nachdem sie 2002 und 2004 ihre ersten beiden Alben „Bring’em In“ und „Hurricane Bar“ herausgebracht haben, erschien zwei Jahre später die LP „Ode to Ochrasy“ auf der sie Erlebnisse von ihren Touren verarbeiteten. Der Song „Good Morning Herr Horst“ handelt beispielsweise von einem Junkie, denn die Band unterwegs kennen gelernt hat. Auch ein angeblicher Terrorist wurde durch das Lied „Killer Kaczinsky“ auf der Platte verewigt. Kurz, die Band ist fähig sich weiter zu entwickeln und kann Geschehenes verarbeiten.

Bereits 2007 kam das nächste Album „Never Seen the Light of Day“ heraus, das mit einer sehr starken Veränderung überraschte. So wurden nebst Gitarren, Bass, Schlagzeug und Keyboard nun auch Geigen und andere Streichinstrumente eingesetzt. Nun, mit Beginn des neuen Jahres, melden sich Mando Diao mit neuem Material zurück. „Give me Fire“ heisst die neue Platte, vorab zu hören war die Singleauskopplung „Dance with Somebody“.

Wer das Quintett  um Björn Dixgård und Gustaf Norén schon einmal live gesehen hat, der weiss, um deren Fähigkeit, die Songs zu verändern, damit der Zuschauer nicht einen Abklatsch der Album Version hört. Leider hat sich Sänger Björn Dixgård nicht so sehr um seine Stimme gekümmert und dies merkt man ihm mittlerweile an. Er hätte lieber ein bisschen mehr in seine Gesangsausbildung investieren sollen. Doch trotz dieser Umstände sind Mando Diao an einem guten Tag auf der Bühne unwiderstehlich. Am 29. März kann man sich im Zürcher X-Tra selbst davon überzeugen.

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