Kultur | 03.03.2009

Frischzellenkur für die Augen

Die Schweizer Jugendfilmtage dienten schon immer als Sprungbrett für grosse Filmkarrieren. In diesem Jahr werden dem Publikum 58 Werke und ein breites Rahmenprogramm geboten.
Szene aus dem Film "Morgen Danach" von Lorenz Suter. Fotos: Jugendfilmtage Im Kurzfilm "Signalis" von Adrian Flückiger hat Erwin das Wiesel alle Hände voll zu tun. Der "Springende Panter" wird in fünf Kategorien verliehen.

Die Schweiz wird kaum je als typisches Ursprungsland für grosse Filmkunst in die Annalen der Kulturgeschichte eingehen. Der kreative Output in Frankreich oder den Skandinavischen Ländern ist immer noch grösser. Doch ist unser Land auch nicht gerade das, was man als „Wüste Gobi“ der Filmlandschaft bezeichnen müsste. Die Schweiz braucht sich im inner-europäischen Vergleich nicht zu verstecken und hat in den letzten Jahren vermehrt mit ambitiösen, originellen und erfolgreichen Filmprojekten von sich reden gemacht. Michael Steiner oder Bettina Oberli sind Namen, die das neue Selbstbewusstsein der Schweizer Filmszene verkörpern. Letztere hatte ihre Karriere auch Mithilfe der Schweizer Jugendfilmtage lanciert. Damals – vor zehn Jahren – war sie noch Eine unter vielen und gewann für „Klara und Alfred“ den Preis des besten Liebesfilms. Vor rund zwei Jahren drehte sie „Die Herbstzeitlosen“. Der Rest ist Schweizer Filmgeschichte. 

Rasante Filmentwicklung

Oder Kameramann Filip Zumbrunn (Grounding, Strähl ua.), der „die ersten Veröffentlichungen seiner Filme bei uns erlebt hat“, erinnert sich Festivalleiter Patric Schatzmann. Die Schweizer Jugendfilmtage gehen in diesem Jahr in die 33. Runde. Als Sprungbrett für Schweizer Filmtalente hat sich das Festival parallel zum Wandel der Filmindustrie laufend verändert: Waren es früher nur Super8-Filme, die eingereicht wurden, kam in den 80-Jahren und mit dem Aufkommen der VHS-Kameras eine neue, schnellere Filmbewegung in Gange, die es auch jüngeren Leuten mit kleinerem Budget erlaubte, Filme zu drehen. Und diese Entwicklung hat sich weiter fortgesetzt: „Wir erhalten heute rund drei mal so viele Filme wie in den 90er-Jahren“, sagt Schatzmann. Insgesamt wurden in diesem Jahr 235 Kurzfilme aus 20 verschiedenen Schweizer Kantonen eingereicht. Dass rund ein Fünftel der Filme aus der lateinischen Schweiz stammt, unterstreicht die landesweite Relevanz der Schweizer Jugendfilmtage.

Eine hochkarätige Jury

An der Preisverleihung, die am Sonntag 15. März im Theater der Künste in Zürich stattfindet, wird die Jury (Samir, Sabina Schneebeli, Christoph Schaub, Seraina Rohrer und Michael Werder) in fünf Kategorien den jeweils besten der nominierten Kurzfilme mit dem „Springenden Panther 2009“ auszeichnen. Die Preissumme beläuft sich auf insgesamt CHF 15’000. In den Tagen zuvor besticht das Festival durch ein vielfältiges Rahmenprogramm. Patric Schatzmann hebt eines der Highlights hervor: „Der Schweizer Premiere des Films „Megunica“ (siehe Trailer), über den Street-Art Künstler „blu“, ist sicher einer der Leckerbissen, die wir im Programm haben.“

Infos und Wettbewerb


Die 33. Schweizer Jugendfilmtage dauern vom 11. – 15. März und finden im Theater der Künste statt. Mehr Infos zu den genauen Programmpunkten gibt es auf der offiziellen Webseite des Festivals.

 

In Zusammenarbeit mit den Schweizer Jugendfilmtagen verlost Tink.ch 3 mal 2 Tickets für die Wettbewerbsvorstellungen. Zur Teilnahme sende eine E-mail mit Deinem Namen und deiner Postadresse bis zum 6. März an martin.sturzenegger(at)tink.ch

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