Gesellschaft | 23.03.2009

Auf dem Rücken wie Gregor Samsa

Text von Patti on tour | Bilder von Patti on tour
Xsünder, gesünder wollen alle werden. Doch das Grünzeug wird lansgam unerträglich. Patti on tour mit einem 40-tägigen Fastenopfer. Diese Woche: Tag 20 - 26.
Bild: Patti on tour

20. Tag

Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 29 kg

Zum leiblichen Wohl: Scheussliches Grünzeugs.

Zur Leibesertüchtigung: 15 Minuten auf dem Rücken gelegen wie Gregor Samsa. Die Sit-ups wollten einfach nicht kommen.

Sünden: Siehe Leibesertüchtigung.

21. Tag

Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 28,5kg

Zum leiblichen Wohl: Salat und Rüeblisuppe

Zur Leibesertüchtigung: Kampfschlitteln gegen meine Schüler. Natürlich habe ich gewonnen. Manchmal sind 28 Kilo zuviel eben gerade richtig. Der Gravitationskraft sei Dank!

Sünden: Die Bedienung im Bergrestaurant meinte es durchaus ernst, als sie mir höflich Rahm-freie Rüeblirahmsuppe und Saucen-losen Salat anbot. Sie konnte gewiss nichts dafür, dass „Rahm-frei- einfach „ohne löffelweise Schlagrahm obendrauf, aber mit viel ungeschlagenem Rahm drin- bedeutet und dass die beiden hübsch gestalteten Gwürzflaschen (V=Vinaigre, O=Oel?) falsch beschriftet waren. So kriegte ich für einmal Fett satt, statt mein Fett weg.

22. Tag

Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 28 kg

Zum leiblichen Wohl: Garantiert rahmfreie Gemüsepappesuppe.

Zur Leibesertüchtigung: Der Muskelkater miaute mir kläglich aus dem Hintern und verbot mir jeglichen Sport.

Sünden: Statt mein Referat vorzubereiten, bestritt ich Privatfernsehsender-Sendungen.

23. Tag

Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 27,5 kg

Zum leiblichen Wohl: Zur Feier des Tages und weil ich meiner Nase und Blase etwas bittere Kost gönnen wollte, gab es Spargeln mit Magerjoghurt-Sauce. Himmlisch. Höllisch hingegen der Gestank beim Urin-Ausschank…

Zur Leibesertüchtigung: Wieder meinen Drahtesel geritten.

Sünden: Siehe Leibesertüchtigung, ersetze „Draht- mit „Bärtigen- (der ist übrigens auch drahtig, der Bart des Bärtigen und der Bärtige selbst wird immer drahtiger. Es fastet fast mit. Nur fast). Eigentlich bin ich eine gute Katholikin.

24. Tag

Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 27kg

Zum leiblichen Wohl: Keine Zeit, nur Coca light.

Zur Leibesertüchtigung: Hin mit dem Velo, rein in die Uni, Referat gehalten, raus aus der Uni, zurück mit Velo, hin mit Velo, Hauptprobe, zurück mit Velo, hin mit Velo, rauf auf die Bühne, Slammen, runter von der Bühne, zurück mit Velo.

Sünden: Ein Danemann-Sweet Stümpli. I didn’t inhale. Und stolz war ich, eitel. Todsünde.

25. Tag

Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 27kg

Zum leiblichen Wohl: Ayurveda-Küche. Vegan. Aber nur fast fasten-tauglich. Immer noch besser als Fast-Food.

Zur Leibesertüchtigung: Spazieren mit dem Bärtigen.

Sünden: Der Bärtige hat mir einen indischen Abend geschenkt. Indisches Essen (siehe oben) und sogar einige Reiskörner. Schande über mich. Danach Slumdog-Millionaire. (Jaja, ich weiss, besser spät als nie, hatte bisher keine Zeit… ) das Kamasutra hingegen haben wir katholisch-keusch weggelassen.

26. Tag

Tagesbilanz:

Zu viel Speck am Leib: 26,5kg

Zum leiblichen Wohl: Spinatsuppe, Fruchtsaft.

Zur Leibesertüchtigung: Am 7. Tage sollst du ruhn…

Sünden: Brotbrösmeli in der Suppe. Ich brachte es nicht übers Herz, sie wegzuwerfen.

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