Kultur | 23.02.2009

Vielversprechender Irland-Export

Sie kommen aus ärmlichen Verhältnissen, aber inzwischen sind sie im Musikbuisness weit gekommen: die drei Iren von The Script. Am 28. Februar spielen sie im Zürcher Volkshaus.
Sänger Daniel O'Donoghue (vorne), Gitarrist Mark Sheehan und Schlagzeuger Glen Power.
Bild: www.thescriptmusic.com

Seit U2 hat es kaum eine andere irische Band im Ausland zum grossen Erfolg gebracht. Dies ändert sich nun mit einer Band aus Dublin namens The Script. Die drei Iren aus dem Guiness trinkenden Städtchen katapultierten sich mit ihrer Hit-Single „We Cry“ an die Spitzen der internationalen Hitparaden. Alle Mitglieder der Band wuchsen in ärmlichen Verhältnissen auf. Ihre Karriere hätte auch in den Gefängnissen der Welt enden können. Glücklicherweise fanden alle in der Musik einen Weg sich von der Strasse fern zu halten. „Ich möchte es nicht dramatisieren, aber wir wuchsen in einem Dreckloch auf. Die Musik zeigte mir zum Glück den richtigen Weg“ bestätigt Mark Sheehan, Gitarrist der Band.

Stevie Wonder als Vorbild
Danny O’Donoghue und Mark Sheehan kennen sich seit ihrer Schulzeit. Beide wuchsen in der gleichen Gegend in Dublin auf. Damals noch Teenager, waren beide fasziniert von der souligen Musik, die zu dieser Zeit nach Europa kam. „Ich versuchte ganze Platten von Stevie Wonder nachzusingen“, erklärt Leadsänger Danny. Sein Ziel war seine Gesangstechnik möglichst nahe an die von Stevie Wonder zu bringen. Bevor The Script entstand, arbeiteten Danny und Mark als Produzenten. Dass die beiden Talent hatten, stand ausser Frage. Beide wurde in die Vereinigten Staaten eingeladen, um mit einigen ihrer großen Studio-Vorbildern zusammenzuarbeiten, darunter Dallas Austin, Teddy Riley, The Neptunes und Rodney Jerkins. Kurze Zeit später trafen sie den Schlagzeuger Glen Power und gründeten daraufhin die Band The Script.

Den Stil der Band lässt sich nur sehr schwer beschreiben. Man hört Einflüsse von Timbaland bis hin zu U2 und Coldplay. Selber beschreiben die Jungs ihre Musik als „Celtic-Soul“. Ihre Einflüsse kommen von den Neptunes, U2, Timbaland und Van Morrison. Die Debütsingle der Band trägt den Titel „We Cry“. Ein Ohrwurm sondergleichen. „In dem Song gibt es nicht viel Hoffnung, denn nicht jedermanns Leben ist voll davon“, erklärt Danny. „Es gibt nicht immer ein Happy End. Doch trotz all jener Dinge, die in unserem Leben schief laufen, die Botschaft ist letzten Endes: Wir weinen gemeinsam‘. Denn so lange wir zusammen sind, werden wir einen Weg finden, die Last gemeinsam zu tragen.“  Ihr Debütalbum schoss in England direkt auf Platz 1. Zürich beehrten sie schon als Vorband von One Republic und als Act am Energy Stars for Free. Am 28. Februar spielen die drei Iren im Volkshaus in Zürich.

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