Politik | 09.02.2009

Mit europäisch vereinten Kräften

Text von Fabian Cortesi | Bilder von Nathalie Kornoski
Was bedeutet das klare Ja zur Personenfreizügigkeit? Welche Hürden wurden genommen, welche nächsten Schritte stehen nun aber an?
Bild: Nathalie Kornoski

Der Schweizer Souverän hat diesen Sonntag deutlich für die Weiterführung der Personenfreizügigkeit mit der EU und deren Ausweitung auf Rumänien und Bulgarien gestimmt. Mit einem Ja-Anteil von knappen 59,6 Prozent hat die Stimmbevölkerung damit ein klares Zeichen für die Weiterführung des bilateralen Weges gesetzt.

Über dieses Zeichen der Öffnung habe ich mich sehr gefreut. Ich verstehe dieses klare Ja als ein Zeichen für mehr Gerechtigkeit. Die Schweiz hat mit diesem Ergebnis die Diskriminierung ärmerer EU-Mitgliederstaaten klar abgelehnt. Das ist richtig, denn der freie Personenverkehr soll für alle Menschen gleichermassen gelten.

Gleichzeitig ist das klare Ja auch ein Votum für eine Ausweitung der internationalen Zusammenarbeit. Gerade in den schwierigen Zeiten, wie sie auf uns zukommen, ist es wichtig, Herausforderungen gemeinsam und mit europäisch vereinten Kräften anzugehen. Die Wirtschaftskrise und wichtige Entscheidungen in der Klima- und Energiepolitik lassen sich nicht isoliert lösen. Eine echte nachhaltige Entwicklung lässt sich nur durch die Zusammenarbeit aller Kulturen und Länder erreichen. Und auf diesem Weg sind wir nun einen Schritt weiter.

Info


Fabian Cortesi ist Präsident von politakt.ch, Vorstandsmitglied der Grünen St.Gallen sowie Diplomierter Umweltnaturwissenschafter ETH. Er arbeitet als Solarberater und Doktorand an der ETH Zürich und hat exklusiv für Tink.ch diese Kolumne verfasst.

Links