Kultur | 23.02.2009

Ein Pflasterstein als Trophäe

Text von Laura Kissling
«Shit ich han hüärä fröid" - Stefanie Heinzmann, Züri West und Amy MacDonald heissen die Abräumer der Swiss Music Awards 2009.
Siegerin Stefanie Heinzmann scheint auch bei den Männern abzuräumen. Naja, in Wahrheit ist es ihr Bruder. Fotos: Laura Kissling Mit dem REGA-Helikopter direkt auf der Bühne gelandet: Melanie Winiger und ihr Moderationskollege Marco Fritsche. Ebenfalls dabei: Silbermond aus Deutschland mit ihrem neuen Song "Irgendwas bleibt". An der schottischen Überfliegerin kommt seit einem Jahr niemand mehr vorbei: Amy MacDonald. Fotos: Tillate.ch Ob sie sich später duellierten um Sevens Freundin in der Mitte? Ritschi "Plüsch" und Seven "Soul". Grau und in Stein gemeisselt: Züri West mit Gewinner Trophäe.

Am vergangenen Donnerstag wurde das Kaufleuten in Zürich zum Treffpunkt nationaler und internationaler Musikkünstler. Was für England die Brit Awards und für Amerika die Grammys, das sind für die Schweiz die Swiss Music Awards. Mit dem Überraschungsauftritt des letztjährigen Gewinners Stress und der Premiere seiner neuen Single „Tous les mêmes“ wurde der Abend eröffnet. Melanie Winiger und Marco Fritsche führten mit Witz und Charme durch das Programm. Laudatoren wie Carlos Leal, Adrian Stern und Mona Vetsch verstanden es, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Neben der Bekanntgabe der Gewinner war die Show gespickt mit tollen Live-Acts, die das Publikum begeisterten. Gleich mehrere musikalische Premieren wurden an diesem Abend gefeiert: Silbermond performten zum allerersten Mal live ihre neue Single „Irgendwas bleibt“ vom bald erscheinenden Album „Nichts passiert“. Damit nicht genug: Plüsch-Ritschi gab sein Debüt als Solo-Sänger mit dem Song „Schisstäg“. Weitere Auftritte folgten von Nek, Seven und den Lovebugs aus Basel. Zum Abschluss bezauberte Amy MacDonald das Publikum mit ihrem Erfolgshit „This is the life“. 

Stefanie Heinzmann konnte sich indes zu den grossen Gewinnerinnen des Abends zählen. Gleich zwei Awards für den Best Newcomer National sowie „Best Song National“ durfte die quirlige Walliserin mit nach Hause nehmen. Züri West gewannen sowohl den Award für „Best Live Act National“, als auch für Best Album Pop/Rock National. Amy MacDonalds Reise in die Schweiz dürfte sich auch gelohnt haben. Gleich zwei der begehrten „Pflastersteine“ durfte die sympathische Schottin entgegennehmen und verzauberte mit ihrem breiten schottischen Akzent das Publikum. Zu den weiteren Gewinnern gehören Bligg, DJ Antoine, der deutsche Rapper Sido sowie das britische Stimmwunder Leona Lewis. Nach dem offiziellen Teil wurde an der After Show Party ausgelassen weitergefeiert. Wie es zum aussergewöhnlichen Aussehen unseres Musikpreises kam und wie dieser in das häusliche Umfeld integriert werden kann, sorgte nach der Show für reichlich Gesprächsstoff unter den Preisträgern. Während sich Sido den Award in die Auffahrt betonieren will, denkt Bligg über eine Benutzung als einfacher Briefbeschwerer nach. Am Ende des Abends trugen schlussendlich alle Anwesenden ein Stückchen Schweiz mit sich nach Hause und das nicht nur in Form der Auszeichnung. Sido betitelte die Schweiz als seine weltweite Lieblingsstadt und Silbermond haben bereits ihre nächsten Besuche in der Schweiz angekündigt.

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