Kultur | 22.12.2008

High-School Liebe einmal anders

Der Film "Twilight - Bis(s) zum Morgengrauen" erscheint ab dem 5. Februar 2009 in den Schweizer Kinos. In den USA hatte die Vampir-Romanze grossen Erfolg.
Er hat, was Andere nicht haben: Bella (Kristen Stewart) ist von Edward (Robert Pattinson) fasziniert. Fotos: Ascot Elite Edward lebt gefährlich. Das offizielle Filmplakat zu "Twilight".

Der Film „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“ ist einer der Überraschungshits 2008 aus Amerika. Bereits am Premiere-Wochenende in der USA lockte er Tausende, vor allem junge Leute in die Kinos. In der Schweiz sind die als Weltbestseller verkauften Buchvorlagen von Stephenie Meyer aber lange nicht so bekannt wie in Übersee. Hat der Film trotzdem das Potenzial, auch in der Schweiz ab dem 5. Februar 2009 andere Blockbuster in den Schatten zu stellen?

Sonderbare Gestalten

Die Eltern von Bella Swan (Kristen Stewart) sind geschieden. Als ihre Mutter beschliesst, sich mit ihrem neuen Partner, einem Baseballstar, auf Tour zu begeben, wird die Tochter zum Vater in das kleine Dorf Forks abgeschoben. Im vernebelten kleinen Städtchen findet sie jedoch schnell neue Freunde. Ihre Aufmerksamkeit gewinnt vor allem Edward (Robert Pattinson), ein Sohn der berüchtigten Cullen-Familie: Die sonderbaren Gestalten dieser Familie bleiben meist unter sich, kommen bei schönem Wetter nie zur Schule und haben bei den Ureinwohnern den Ruf, alles andere als menschlich zu sein. Umso erstaunlicher ist es, dass sich Edward auf die schöne Bella einlässt. Doch kann eine solche Liaison gut gehen? Kann ein Vampir wie Edward eine Normalsterbliche vor Seinesgleichen schützen?

Fantasy bis Romanze

Die Story ist simpel und vorhersehbar. Sowohl die Vampire als auch die Menschen in ihrer Umgebung verhalten sich so, wie man es erwartet. Wer einen typischen Vampirfilm erwartet, wird jedoch enttäuscht sein. Twilight ist eine Teenie-Romanze mit Fanatsy-Aspekten, die eventuell nur bei pubertierenden Mädchen und Fans von Schönling-Schauspieler Robert Pattinson gut ankommen kann. Etwa zwanzig Prozent des Films bestehen aus Szenen, in welchen sich die beiden Protagonisten in Zeitlupe näher kommen, jedoch meist unterbrochen werden. Diese Szenen werden vermutlich viele Zuschauer ungewollt zum Lachen bringen. Humorvolle Szenen sind sonst ziemlich spärlich vorhanden. Eher platt ist das Ende, das man nach den ersten fünf Filmminuten erahnen kann. Der Film erscheint in passend kühlen Farben. Der Filmsoundtrack ist geprägt von sehr abwechslungsreichen Stücken des Filmkomponisten Carter Burwell und rockigen Songs von Paramore oder Linkin Park.

Fazit: Der Grosserfolg von Twilight ist hierzulande nicht zu erwarten. Wer jedoch auf Vampir-Romanzen oder die Buchvorlage von Stephenie Meyer steht, wird am Film seine Freude haben.

Info


"Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen" läuft ab dem 5. Februar 2009 in den Schweizer Kinos.

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