Kultur | 01.12.2008

Heimweh nach dem Zoo

Vor drei Jahren gelang Dreamworks mit Madagascar ein Millionenhit. Die Fortsetzung soll nun an diesen Erfolg anknüpfen. Dabei setzen die Animateure auch auf den "Jöö-Effekt".
Da hilft nur noch zusammenstehen: In der Wildnis fühlen sich die verweichlichten Zootiere ziemlich verloren.
Bild: Paramount Pictures

Die New Yorker Zootiere Alex, Marty, Gloria und Melman sind vor kurzem aus ihrem vergitterten Zuhause ausgebrochen und am Ende ihrer Flucht im Urwald Madagascars gelandet. Sie scheinen sich in der neu gewonnenen Freiheit aber nicht recht wohl zu fühlen und wollen nun alle wieder nach Hause. Der leicht verrückte Lemurenkönig Julien hat zu diesem Zweck ein verrottetes Flugzeug auf Vordermann gebracht und lässt es sich nicht nehmen, sie in diesem zu begleiten. Die Konstruktion erweist sich jedoch schon nach kurzer Zeit als leicht fluguntauglich und es folgt die unvermeidliche Bruchlandung mitten in der Savanne Afrikas. Mit ihren Ursprüngen konfrontiert, versuchen die Tiere, sich in der unerwarteten Situation zurecht zu finden. Kann Alex mit seiner Zoo-Choreographie auch die anderen Löwen beeindrucken? Wie krank ist Melman wirklich? Ist Marty ein Unikat unter den Zebras? Und findet Gloria den perfekten Partner mit den entsprechenden Rundungen?

Die Geschichte des zweiten Teils des Animationsspektakels ist klar auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet. Mit einem unverkennbaren „Jööö-Effekt“ werden die Anfänge der vier Helden als Kinder gezeigt. Als Kontrast darauf beinhaltet die folgende Szene eine von König Juliens abgedrehten Partys. Somit wird gleich zu Beginn des Filmes der ganze Saal aufgewärmt und für den kommenden Lach-Marathon vorbereitet. Tatsächlich wird man durchgehend unterhalten, sei dies mit einfallsreicher Komik, sentimentaler Familiengeschichte oder der gewitzten Storyführung.

Der Film kann auch bei unterschiedlichstem Zielpublikum für gute Stimmung und nahtlose Unterhaltung sorgen. Besonders beliebt war auch dieses Mal wieder die Pinguintruppe rund um Skipper, welche im Sequel glücklicherweise mehr Auftritte hat als im Vorgänger. Und was mich persönlich gefreut hat: Affen! Ja, endlich finden auch die Primaten ihren Einzug in Dreamworks Meisterwerk. Fazit: Rasante Familienkomödie mit witzigen Dialogen, knackiger Story und perfekt passenden Animationen – unbedingt anschauen!


"Madagascar: Escape 2 Africa" läuft ab dem 4. Dezember in diversen deutschweizer Kinos. 

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