Kultur | 17.11.2008

Krimis und Gaumenfreuden

Text von MZ | Bilder von Mareike Wehner/youthphotos.eu
Im Gaskessel in Bern wird ab dem 27. November jeden Monat ein kulinarisches und literarisches Menu serviert.
Dieses Essen könnte riskant werden...
Bild: Mareike Wehner/youthphotos.eu

Die Veranstaltungsreihe „Henkersmahlzeit“ ist eine einzigartige Plattform für den Schweizer Kriminalroman. Das dieses letzte Mahl ausgerechnet in Bern eingenommen wird, ist natürlich kein Zufall. Schliesslich ereignete sich hier mit Dürrenmatts „Der Richter und sein Henker“ die Modell-Henkersmahlzeit der Schweizer Kriminalliteratur. Die „Henkersmahlzeit“ soll mehrere Sinne ansprechen: während das Publikum mit einem Fünfgangmenu verwöhnt wird, lesen Schweizer Kriminalautoren aus ihren Kriminalromanen vor. Das Ziel der Veranstalter ist, kulinarische und literarische Leckerbissen zu verbinden. Zu den einzelnen Lesungen stellen die Autoren passende Menus zusammen. Das Publikum sitzt am Tisch und geniesst den literarischen Ohrenschmaus und das kulinarische Gaumenerlebnis. Der Austausch zwischen dem Autor, der Autorin und dem Publikum geschieht bei Tisch.

 

An der ersten Vorstellung am 27. November 2008 lesen Daniel Himmelberger und Saro Marretta Teile aus „Der Tod kennt keine Grenzen“, 2006 und „Die letzte Reise nach Palermo“, 2008 vor, gleichzeitig wird dem Publikum ein Gaumentanz vorgeführt mit italienischen Speisen von Crostini über Rucola bis Pasta. Die Kommissarin Katharina Tanner und ihr italienischer Assistent Beppe Volpe ermitteln mit schweizerischer Gründlichkeit und italienischer Spontanität.

 


Weitere kulinarische Lesungen
Die Henkersmahlzeit findet an weiteren Daten statt und bietet jeweils andere literarische und unterschiedliche kulinarische Leckerbissen:

 

18. Dezember 2008, Paul Lascaux, „Salztränen“ und „Wursthimmel“.

22. Januar 2009, Petra Ivanov, „Stille Lügen“.

19. Februar 2009, Hans Peter Gansner, „Frivole Fälle für die französische Kommissarin Pascale Fontaine“.

26. März 2009, Felix Mettler, „Der Keiler“ und „Kriminalnovellen“ (erscheint 2009).

 

Links