Politik | 21.11.2008

„Ich bin hier, weil ich mich einbringen will“

Text von Lena Tichy
200 Jugendliche sind heute Morgen aus allen Ecken der Schweiz nach Bern gereist. Ihr Ziel: Die Jugendsession im Bundeshaus. Tink.ch schnappte sich einige der Teilnehmenden gleich beim Check-In in der Berner Bahnhofhalle für kurze Interviews.
Patrick Hug aus Winterthur. Fotos: Matthias Rüby Luzia Tschirky aus Sargans. Selcan Mustafa aus Utzenstorf.

Patrick Hug, 18, Winterthur

Warum bist du hier?

Ich glaube, es gibt viele Leute, die sich immer nur über die Politik unseres Landes beschweren, anstatt wirklich was zu tun. Ich bin hier, weil ich mich einbringen will, ich möchte handeln, anstatt nur zu motzen.

Welches Thema an der diesjährigen Jugendsession interessiert dich?

Für mich ist Neutralität ein wichtiges Thema. Dies betrifft mich zwar nicht unbedingt direkt im Alltag, wie zum Beispiel das Thema Alkoholkonsum, aber ich sehe, wie viel darüber gestritten wird, und ich glaube eigentlich, dass dies nicht nötig wäre. Deswegen werde ich die Arbeitsgruppe zu diesem Thema besuchen.

Luzia Tschirky, 18, Sargans  

Du bist dieses Jahr das erste Mal dabei. Wie bist du auf die Jugendsession aufmerksam geworden?

Im Gymnasium, das ich besuche, haben wir das Schulfreifach „Politisches Diskutieren“. Der Lehrer, der dieses Fach unterrichtet, hat uns von der Jugendsession erzählt. Das hat mich begeistert.

Welches Thema ist dir wichtig?

Ganz klar „Wert der Arbeit“. Wir werden in der Arbeitsgruppe diskutieren, warum es in der Schweiz so viele „Working Poors“ gibt, also Menschen die zwar 100 Prozent arbeiten, aber trotzdem kaum von ihrem Lohn leben können. Im Gegensatz dazu wollen wir auch die hohen Managersaläre unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, ob deren Arbeit wirklich mehr Wert hat, als zum Beispiel die eines Service-Angestellten.    

Selcan Mustafa, 19, Utzenstorf

Du bist ebenfalls zum ersten Mal dabei, wie hast du von der Jugendsession erfahren?

Ich mache zurzeit ein Praktikum bei der SAJV (Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände). Marjory Winkler, eine der Organisatorinnen der Jugendsession hat mir vom Projekt erzählt und mich überzeugt, mitzumachen.  

Für welche Themen interessierst du dich?

Vor allem für die Arbeitsgruppen „Internetmobbing“ und „Alkoholkonsum“ Diese Themen beschäftigen mich auch in meinem Alltag. Ich glaube zwar nicht, dass wir zum Beispiel beim Thema Alkoholkonsum zu einer definitiven Lösung kommen, aber es ist wichtig, dass es diskutiert wird.