Kultur | 03.11.2008

Entspannte Show

Text von Laura Kissling
Am 16. Oktober spielten Eskobar aus Schweden im Volkshaus Basel. Wie gewohnt liessen es die Jungs nicht unbedingt krachen, sondern verzauberten ihr Publikum mit viel leiser Melancholie.
Sänger Daniel Bellqvist hob sich mit seinem edlen Outfit vom Rest der Band ab. Fotos: Laura Kissling Das Konzert im Volkshaus Basel war nicht ausverkauft, aber dafür schon gemütlich. Schlagzeuger Robert Birming in Aktion. Frederik Zäll, der Gitarrist der Band, zeigte sich schon eher von der rockigen Seite.

Nicht ganz erwartungsgemäss füllte sich das Volkshaus in Basel am 16. Oktober anlässlich des Konzerts der schwedischen Eskobar nur etwa zur Hälfte. Vielleicht herrschte aber gerade deswegen eine sehr gemütliche und entspannte Atmosphäre im Publikum. An dieser ruhigen Stimmung konnte auch die aus den USA stammende Vorband Matt Boroff & The Mirrors nicht gross ändern. Ihr Stil, der zwischen Alternative und Surf-Rock wechselte, begeisterte nur Wenige im Saal.

Umso mehr freute sich das Publikum, als nach der üblichen Umbauphase endlich die sympatischen Schweden auf der Bühne standen. Wer jedoch bei Eskobar eine grosse Show erwartete, ging enttäuscht nach Hause, denn bei dieser Band geht es einfach um die Musik. Etwas seltsam wirkte die Arrangierung der einzelnen Bandmitglieder, fast schon verloren standen die Jungs auf der zu gross wirkenden Bühne. Der edle Anzug von Sänger Daniel Bellqvist wollte nicht zum gemütlichen Rockstar-Outfit vom Rest der Band passen, doch darüber schien das Publikum hinwegzusehen. Eskobar ist keine Band die Schlagzeilen mit ihrem Leben machen, sondern höchstens mit ihrer Musik. Vom ganz neuen „Flat Earth“ über „Someone New“ (ohne Duett-Partnerin Heather Nova – was jedoch keineswegs schlimm war) zu „You got me“ oder „Move on“, spielte die Band ihre erfolgreichsten Songs. das Publikum wippte und tanze gemütlich zu den melancholischen Klängen. Nach gut eineinhalb Stunden und zwei tollen Zugaben war es dann vorbei – das Eintauchen in die Welt von Eskobar.

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