Politik | 22.11.2008

Auf Pulsfühlung von früh bis spät

Text von Melanie Pfändler | Bilder von Melanie Pfändler
Die Vorbereitungen für das morgige Plenum laufen heiss. Doch nicht nur in den Arbeitsgruppen rauchen die Köpfe. Ein Blick hinter die Kulissen der Tink.ch-Redaktion im Medienzentrum des Bundeshauses.
Manuela Zeiter layoutet das Printmagazin. Fotos: Stefanie Pfändler Eifriges Tippen: Blick in die Tink-Redaktion im Medienzentrum des Bundeshauses. Stefanie Pfändler ist als Chefredaktorin um die Koordination der Artikel bemüht.
Bild: Melanie Pfändler

Das Häufchen Energieriegel, das zwischen Kabeln, Handys und Aufnahmegeräten auf dem Tisch liegt, schwindet zusehends. Obwohl die erste Halbzeit der Jugendsession bereits ihrem Ende zugeht, ist in der Tink-Redaktion an keine Pause zu denken. Während drei Tagen verwandeln sich die wackeren Sechzehn in engagierte Wahlberner: Schon in den frühen Morgenstunden räumen die Tinkianer und Tinkerbelles ihr Basislager im idyllischen Moosseedorf und kehren erst nach vollbrachtem Tagewerk zurück, um sich zumindest für ein paar Stündchen auf die Matratze zu hauen.

Dazwischen gilt es, einen Haufen Arbeit zu erledigen: Recherchen müssen betrieben, Themen abgesteckt, Interviews und Diskussionen vorbereitet werden. Auch der Kampf gegen den Drachen der Technik führt zwischenzeitlich zu Schweissausbrüchen.

 

Hautnah dabei

Das offizielle Medienzentrum des Bundeshauses bietet, nur wenige Schritte vom frisch renovierten Herzen unseres Landes entfernt, auch die Möglichkeiten für improvisierte Einsätze. Zudem tummeln sich im Umkreis der Kaffeemaschine im Foyer immer wieder hohe Tiere aus der Schweizer Polit-Szene. Ist die Dame mit dem Macchiatto nicht Nationalrätin Ursula Haller? Und war dieser Lockenkopf da drüben nicht in der letzten Arena zu sehen? Die Google-Bildsuchfunktion leistet in der Verwirrung um das Who-is-Who in Bundesbern glücklicherweise erste Hilfe.

 

Der Plan als Zentrum

Umso mehr Fragen auftauchen und umso mehr Artikel in den Startlöchern stehen, desto wichtiger wird die Koordination. Unerschütterliches Zentrum des medialen Mikrokosmos ist das grosse Plakat, das an der Eingangstür zum Hauptquartier hängt: Darauf sind in grossen Lettern sämtliche Texte notiert, die im diesjährigen Printmagazin erscheinen sollen – Seitenzahlen inklusive. Wie genau der Plan eingehalten wird, hängt von den Überraschungen ab, die bis morgen Abend auf die Schreiberlinge warten. Man darf gespannt sein.