Gesellschaft | 28.10.2008

Eine Frage des Stils

Text von Ruzica Lazic | Bilder von www.data.blog.de
Die Beziehung ist zu Ende und was kommt jetzt? Ab sofort beste Kollegen sein? Sich meiden wie die Katze den Hund? Unsere Kolumnistin hat sich darüber ihre Gedanken gemacht.
Bild: www.data.blog.de

Welcher Umgang mit dem Ex ist „normal“? Ans BBP (Best Buddies Phänomen) glaube ich persönlich nicht. Wieso sollte ich mich mit einer Person gut verstehen sollen und wollen, mit der man nicht mehr zusammen ist, weil man sich nicht gut verstanden hatte? Falls sich Einwände erheben, dass dies sehr wohl möglich ist, muss ich sagen, dass ich eine Beziehung nicht nur darüber definiere, ob die Laken rascheln. Dies wäre ja der grundlegende vorher-nachher-Unterschied, nimmt man an, man kann sich nach Beziehungsabbruch immer noch blendend verstehen. Aus eigener Erfahrung ist das BBP kein definitiver Schlussstrich, sondern eine Zwischenphase bis zum nächsten Beziehungsversuch mit besagter Person. Was ziemlich hohl ist, wenn der erste Trennungsgrund immer noch valide ist, sich aber in den ersten aufkommenden rosa Zuckerwattewölkchen versteckt, was eigentlich auch die grundlegende Eigenschaft von rosa Zuckerwattewölkchen ausmacht. Völlige gegenseitige Ignoranz, welches die Alternative darstellen würde, ist auch etwas infantil. Oder doch vielmehr rational? Kühl kalkuliert? Eiskalt?
Jetzt habe ich Lust auf Iced Caffé Latte. Oder doch eher Zuckerwatte?
Es ist Zeit. Ich brauche eine Dartscheibe des Schicksals.