Gesellschaft | 18.08.2008

Frei in der Welt des Buches und der Klänge

Text von Lisa Schatz | Bilder von Raphael Hünerfauth
Rahel Röthlin ist 16 Jahre alt und kommt aus Luzern. Am Bodenseeufer sprach sie über mittelfreie Journalisten, einschränkende Gesetze und ihr eigenes Freiheitsempfinden.
"Meine Eltern lassen mir viel Spielraum."
Bild: Raphael Hünerfauth

Was verstehst du persönlich unter Freiheit?
Freiheit bedeutet, dass man frei bestimmen kann und Rechte hat, wie zum Beispiel Meinungsfreiheit oder Religionsfreiheit.

Sind wir deiner Meinung nach frei?
Wir sind nicht wirklich frei, weil wir vom Gesetz eingeschränkt werden. Ich denke, die Europäer sind sehr frei, vor allem die Nordeuropäer. Afrika ist meines Erachtens nicht so frei…

Wie frei bist du selbst?
Ich denke, ich bin ziemlich frei. Meine Eltern lassen mir viel Spielraum.

Welche Begriffe verbindest du mit Freiheit?
Pressefreiheit, Menschenrechte, die Friedenstaube, auch die Wahl der Kleidung und Religion.

Inwiefern sind Journalisten deiner Ansicht nach frei?

Sie sind nicht wirklich frei, weil sie darauf achten müssen, was sie schreiben, damit die Leute nicht sagen „hey, das is`n Blödsinn“. Sie müssen sich an Gesetze halten, dürfen aber ihre eigene Meinung, solange sie nicht radikal ist, einbringen. Sie sind also „mittelfrei“.

Wie frei sind wir hier, jetzt im Bodenseecamp?
Ziemlich frei – sehr frei.

Wann fühlst du dich frei?
Wenn ich lese, tauche ich in die Welt des Buches ein und spiele dort mit, sehe Bilder an mir vorbeiziehen. Wenn ich Klavier spiele, komme ich in die Welt der Klänge und kann stundenlang dasitzen und klimpern – dann bin ich frei.

Wodurch denkst du, ist Freiheit begrenzt?
Durch die Gesetze des Staates. Und die Freiheit hört auf, wenn anderen Menschen Schaden zugefügt wird. Die eigene Freiheit hat dort Grenzen, wo die Freiheit der anderen anfängt. Man sollte somit deren Freiheit beachten.

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