Kultur | 11.08.2008

Die Vielfältigkeit von Skulpturen

Die grösste Skulpturenausstellung im Raum Zürich feiert am 28. August Vernissage. Auf dem Areal des Mediacampus stellen 19 Künstler ihre Skulpturen und Installationen aus. Die Auswahl der Kunstschaffenden beweist vor allem eins: Vielfältigkeit.
Originell aber nicht sonderlich bequem: Das Mikadokissen von Silvia Saxer. Fotos: Skulpturart Eine Menschenskulptur von Bertha Shortiss. Sandro Zimmermann bevölkert mir seinen Ameisen das Mediacapus-Areal Dieses Objekt heisst: "Spiel mir das Lied der Welt" - was anderes gedacht?

Zum fünften Mal verwandelt sich der Mediacampus in diesem Jahr zur Begegnungsstätte für Kunstinteressierte. Gemäss der neuen Veranstalterin Ingrid Notter, Geschäftsführerin der PR-Agentur IN Communication, steht vor allem eins im Vordergrund: „Die Skulpturart 2008 soll eine möglichst breite Vielfalt von Kunstschaffenden und Kunstrichtungen zeigen.“

Gegensätzliche Intentionen

Ein genauer Blick auf die Auswahl der Künstler scheint dieses Vorhaben zu bestätigen: Die 19 Kunstschaffenden stammen zwar allesamt aus der Schweiz, doch ihre Tätigkeiten unterscheiden sich klar. Holz, Ton, Gips, Zement, Glas, Metall, Schrott…- die Kunstschaffenden greifen für die Bildung ihrer Objekte zu den unterschiedlichsten Materialien. Auch die künstlerische Intention der einzelnen Aussteller ist sehr unterschiedlich. So möchte Beispielsweise die Altdorfer Steinbildhauerin Bertha Shortiss mit ihren Skulpturen lebendiges in eine „starre Form“ einfrieren, währenddem die Bernerin Christina Wendt ihr künstlerisches Anliegen genau umgekehrt ausdrückt: Sie versteht sich als „Menschenbildnerin“ die gewissermassen Leben erschafft. Ihre Menschenfiguren würden sich zwar „jeglicher zivilisatorischen Attributen entbehren“, seien aber doch „kultivierte Persönlichkeiten mit charismatischen Zügen.“

Interessante Nachwuchskünstler

Interessant scheint auch die Auswahl der Nachwuchskünstler, die in diesem Jahr anlässlich der Skulpturart gefördert werden: Der Ustermer Markus Meyle sorgte in den letzten Jahren mit seiner öffentlichen Kunst schon vermehrt für Aufsehen. Seine extravagante Nashorn-Skulptur, platziert auf einem Ustermer Kreisel, schaffte es bereits einmal ins Schweizer Fernsehen und im Jahre 2006 versetzte er die Bevölkerung der Stadt Uster mit einem fahrenden Feuerwerk in Angst und Schrecken.

Die Skulpturart 2008 in ihrer ganzen Gegensätzlichkeit und mit hoffentlich viel Überraschungen findet vom 28. August bis zum 30. Oktober statt. Ein Besuch der Ausstellung im Park und im Innenbereich des Mediacampus dürfte sich jederzeit lohnen, jedoch vor allem anlässlich der Vernissage und Finissage, wenn die Kunstschaffenden selbst anwesend sind. Die Ausstellung ist kostenlos und jederzeit zugänglich.

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