Kultur | 07.07.2008

Schwitzen, lachen und staunen

Text von Lena Tichy | Bilder von Sabine Burger
Vom Mittwoch 15. bis Samstag 19. Juli gehört die Bieler Altstadt ganz der Kunst: Zum 31. Mal fegt das Programm des Pod'ring über die Pflastersteine. Der Eintritt ans Festival ist wie immer frei.
Sie spielten am letztjährigen Pod'ring: Die Schweizer Allerweltsvolker von Baladri.
Bild: Sabine Burger

Er darf natürlich nicht fehlen: Endo Anaconda. Der Hüne aus der Hauptstadt liest am Pod’Ring zum Vergnügen aller romantischen Zyniker und melancholischen Punkerinnen aus seinen Kolumnen. Wer es lieber etwas musikalischer möchte, ist mit Henry Camus gut bedient. Der aufbrausende Künstler liefert seinem Publikum ein Klavierspektakel und hat gleichzeitig die Mission, es zum Lachen zu bringen.

Ist erstmal genug gelacht, soll am Pod’ring natürlich auch geschwitzt werden. Die Konzerte der Bieler Puts Marie oder der New Yorker Hazmat Modine seien hier besonders empfohlen. Letztere machen laut eigener Aussage „Blues-Balkan-Klezmer-Jazz“, gewürzt mit Voodoo. Auf der Bühne in der Obergasse wird derweil jeden Tag Tanz geboten. So gibt Mama Rosin aus Genf mit Cajun den Takt an und Michael Zisman tanzt Tango zu dritt. Neben den Ohren und den Füssen werden am Pod’ring natürlich auch die Augen angesprochen: Während des ganzen Festivals stellt die Alte Krone Konzertfotografien von Sabine Burger aus. Burger, die auch schon für Tink.ch Fotos schoss, präsentiert dort einen Überblick über ihre jahrelange Arbeit als Konzertfotografin. Selbstverständlich war die Bielerin auch immer wieder beim Pod’ring dabei. Wo sonst sitzt das Publikum auf Pflastersteinen statt auf Stühlen?

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