Kultur | 07.07.2008

Nah am Wasser gebaut

Text von Andrea Immler
Vom 15. Juli bis zum 30. August bietet die grosse Bühne im Thunersee wieder ein einzigartiges Musicalerlebnis. Dieses Jahr ist es die tragisch-schöne Geschichte von "West Side Story".
So tanzen Tony und Maria auf dem Plakat der Thunerseespiele. Grafik: Thunerseespiele

Für einmal ist es nicht schlimm, wenn man nah am Wasser gebaut ist. Denn Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“ möchte nichts mehr, als die Emotionen der Zuschauerinnen und Zuschauer ansprechen. Die von William Shakespeares «Romeo und Julia« inspirierte Geschichte handelt von zwei rivalisierenden Strassenbanden in der New Yorker West Side der 50er Jahre. Während die Einheimischen von den Jets vertreten werden, stehen die Sharks für die puerto ricanischen Einwanderer. Schnell ist klar, was jetzt passieren muss: Tony, ein Mitglied der Jets, verliebt sich in Maria, deren Bruder ein Mitglied der Sharks ist.

Die Liebe zwischen dem Amerikaner und der Puerto Ricanerin ist zwar aufrichtig und heissblütig, doch so gefährlich, dass sie kurz darauf bereits erste Opfer fordert. „West Side Story“ erzählt von Hass, Stolz, aber auch von Hoffnung und Versöhnung. Und wie es sich für ein Musical gehört, gibt es für jedes Gefühl ein passendes Lied. Es ist dem Komponisten Leonard Bernstein sowie dem Texter Stephen Sondheim zu verdanken, dass Lieder wie „America“ oder „Somewhere“ heute fast überall bekannt sind. Wer sie allerdings bisher noch nie auf einer richtig grossen Bühne gehört hat, kann dies ab nächster Woche nachholen. Die Thunerseespiele feiern mit „West Side Story“ am 15. Juli Premiere. Noch hat es freie Plätze.

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