Kultur | 03.07.2008

Little Havanna in Zürich

Im Rahmen der Konzertreihe "The Showcase" kam die kubanische Salsa- und Rapcombo Orishas nach Zürich. Tink.ch war dabei.
Tickets für dieses Konzert konnte man nur gewinnen: Das Showcase der Orishas in der kleinen Werfthalle auf dem Maag-Areal. Fotos: Tobias Luchsinger Roldán González Rivero, der Sänger der Orishas. Auch Tink.ch-Reporter Tobias Luchsinger nutzte die Gelegenheit für ein Erinnerungsfoto.

Der erste Juli war, wie die meisten Tage in letzter Zeit, sonnig und heiss. Perfektes Wetter also für alle, die ein Ticket für das Showcase der Orishas in der kleinen Werfthalle auf dem Maag-Areal gewonnen hatten. Empfangen wurden die Gäste mit einem Barbecue und Latino-Rhythmen vom DJ. Wer wollte, hatte zu diesem Zeitpunkt auch schon die Gelegenheit mit Roldán González Rivero, dem Sänger der Orishas, für ein Foto zu posieren oder sich von ihm ein Autogramm geben zu lassen. Von Arroganz keine Spur.

Die Zugabe der Zugabe
Während in der Halle die Vorfreude auf das Konzert und zugleich auch die Temperatur stieg, entlud sich der Himmel über dem draussen aufgestellten Buffet und scheuchte auch noch die letzten Anwesenden in das Innere der Werft. Die Show konnte beginnen und die Orishas liessen nicht auf sich warten. Den Kubanern war anzusehen, dass sie es genossen, in so kleinem Rahmen zu spielen und sie suchten die Nähe zum Publikum. Leider war dieses am Anfang eher verhalten und man merkte, dass viele die Band gar nicht richtig kannten sondern einfach an der Verlosung für das Showcase teilgenommen hatten, ohne zu wissen, was es zu gewinnen gibt. Die drei Künstler auf der Bühne schien das aber nicht zu stören, sie begeisterten mit alten Hits und Liedern von ihrem neuen Album „Cosita Buena“.

Nach dem sie eine knappe Stunde gespielt hatten, spendeten die Zuschauer ausnahmslos frenetischen Applaus und es gab die obligate Zugabe. Doch auch danach dachte offenbar niemand im Publikum daran, den Saal zu verlassen: Alle klatschten und schrieen weiter, in der Hoffnung auf eine Zugabe der Zugabe. Leider war die Mühe umsonst, der DJ stellte sich ans Mischpult und die Beleuchtung wurde wieder unauffällig.  Es war, als würde man aus einem Traum erwachen und man fand sich nicht mehr im schwülen Kuba sondern im mittlerweile getrockneten Zürich wieder.

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