10.06.2008

Integration durch Fussball

Text von Lino Schaeren
Fussball als Integrationsmöglichkeit. "Bunt kickt gut" hat diese Möglichkeit in die Tat umgesetzt. In einer Liga für Strassenfussballer treten junge Migranten mit ihren Teams gegeneinander an.
Kicken für die Integration. Junge Migranten in Action. Fotos: buntkicktgut.ch

Vom 20. – 22. Juni 2008 findet in Liestal bei Basel das Eurofestival 2008 statt. 32 Mannschaften, bestehend aus Jährigen Migranten mit den Jahrgängen 92 – 96, treten bei diesem Turnier im Stadion, das über 8000 Zuschauern Platz bietet, gegeneinander an. Im Startfeld sind Mannschaften aus verschiedenen Ländern zu finden, unter anderem zwei Teams aus Brasilien. Gespielt wird auf zwei kleine Tore, auf Kunstrasen. Die Teams bestehen aus sechs Spielern, immer vier spielen auf dem Feld, zwei nehmen auf der Auswechselbank platz.

Bunt kickt gut

Das Festival wurde von „Bunt kickt gut“ ins Leben gerufen. Das Projekt „Strassenfussball Liga“ wird in Deutschland schon seit längerer Zeit erfolgreich ausgeübt. In der Schweiz wurde der Spielbetrieb in der Saison 2005/2006 aufgenommen.

Die Teamzusammensetzung und der Trainingsaufwand wird von den Jugendlichen selber bestimmt. Durch das Kicken in einer Mannschaft und das Bestreiten der Meisterschaft sollen die Jugendlichen lernen, sich in eine Gruppe zu integrieren. Durch die Zusammenarbeit mit anderen sollen gesteckte Ziele erreicht werden. Der langfristige Zusammenhalt mit dem Team fördert die Identifikation mit der Mannschaft, aber auch mit der Liga. Durch das Vereinsleben wird der soziale Zusammenhalt gefördert. Es müssen aber auch individuelle Aufgaben im Verein übernommen werden.

„Bunt kickt gut“ stellt sich zum Ziel, den Sport als Mittel zur Integration von jungen Migranten zu nutzen. Zudem soll die psychische Gesundheit, Kooperation und Fähigkeiten zur Konfliktbewältigung gefördert werden.

In Liestal wird also Fussball gespielt, der weit mehr als Freude am Sieg oder Umgang mit Niederlagen zu bieten hat.

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