Kultur | 26.05.2008

Trendsetter in der Ferropolis

Text von Martin Sigrist
Bereits zum elften Mal findet das Melt-Festival statt. Tink.ch sagt, warum sich die Reise ins Deutsche Bundesland Sachsen-Anhalt auch dieses Jahr lohnt.
Bietet hohe Dichte an schräg angezogenen Menschen: Das Melt-Festival in Gräfenhainichen. Fotos: Melt Die "Stadt aus Eisen" bei Nacht.

Jahr für Jahr wächst das Melt weiter. Das Festival, dass zwischen Leipzig und Berlin immer wieder mit einem spektakulären Programm zwischen Elektro und Indie auf Aufsehen sorgt, wird dieses Jahr um einen Tag verlängert um noch mehr Programm Platz bieten zu können. Am Sonntag wird mehr oder minder einem einzigen Headline der Teppich wird ausgerollt, denn Björk wird die elfte Ausgabe des Melt beschliessen.

Das ganze Programm darf sich sehen lassen. Alter Ego, Deus, Hercules and Love Affair, The Teenagers oder die alljährlich begeisternden Hot Chip und viele weitere Bands werden auf zahlreichen Bühnen und fast schon rund um die Uhr Programm fürs Ohr, das Auge und fürs Tanzbein bieten. Das Melt-Festival bietet einen interessanten Rück- und Ausblick auf die grossen und kleinen Trendsetter in der heutigen Zeit.

Früher Kohle, jetzt Konzerte
Das Gelände als weiteres Highlight darf nicht unerwähnt bleiben. Das Festival findet wie immer in der Ferropolis in Gräfenhainichen statt, einem ehemaligen Kohletagebauwerk, aus dem eine Insel inmitten eines künstlichen Sees entstanden ist. Die Bühnen befinden sich unter und zwischen den riesigen ausgedienten Baggermaschinen und werden jedes Jahr noch eine Ecke spektakulärer in Szene gesetzt. Auch das Publikum wird wieder einen für Festivals sehr ungewohnten Anblick bieten. Wie kaum auf einem anderen Openair werden die Menschen statt von Staub Alkohol verschmiert lieber feinsäuberlich die neuste Mode und die trendigsten Frisuren zeigen. Das Melt ist eben auch in dieser Sache etwas Besonderes. Es werden zwar auch dieses Jahr in der Schweiz keine Karten verkauft, doch ist es möglich, bei eventim.ch Tickets zu kaufen und daheim auszudrucken.

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