Gesellschaft | 05.05.2008

Kleine Stadtfluchten

Text von Joscha Mathis
Tink.ch hat in den drei EM-Städten Basel, Bern und Zürich einige Orte gesucht, an die man sich zurückziehen kann, wenn einem das Fussballfieber zuviel wird. Von der Badi bis zur gemütlichen Beiz etwas ausserhalb: Wir stellen Plätze vor, an denen man sich ausruhen kann.
Kein Ticket für die EM? Ein Platz ist zumindest im Rosengarten noch frei. Fotos: Joscha Mathis Nicht zum Baden gedacht aber trozdem schön: Der Teich im Rosengarten. Im edlen Restaurant Rosengarten kann man sich stärken und die Aussicht auf Bern geniessen. Der Spielplatz im Rosengarten richtet sich vor allem an die Kleinen, oder Kleingebliebenen. Hier kann man sich entscheiden: Weitergehen oder noch etwas die Seele baumeln lassen? Der Egelsee ist so klein, dass man mit Leichtigkeit das andere Ufer sehen kann. Aufgrund seiner geringen Tiefe ist dieser See im Juni sicher schon warm genug zum Baden.

Kaum ein Tag vergeht, an dem die Fussball-Europameisterschaft nicht irgendwo das Thema ist. Dabei hat sie noch nicht einmal begonnen. Aus diesem Grund hat sich Tink.ch in Bern, Basel und Zürich schon mal vorsorglich nach Orten umgeschaut, an die sich alle zurückziehen können, die für ein paar Stunden nichts mit dem Riesenevent zu tun haben wollen. Vor allem ruhig und gemütlich mussten die Tipps sein, die Tink.ch für diese Serie porträtiert. Mit dieser Auswahl soll gezeigt werden, dass es trotz dem überall grassierenden Fussballfieber auch in und um die Stadt noch Plätze gibt, die nicht unbedingt von Heerscharen von Fans heimgesucht werden.
Die ersten zwei Tipps betreffen die Bundeshauptstadt Bern. Nächste Woche folgen zwei Vorschläge aus Basel.

Der Rosengarten

Das Gegengewicht zum Feinstaub in der Stadt Bern ist der Rosengarten. Wie der Name schon sagt, findet man hier zwischen perfekt angelegten Grünflächen viele verschiede Rosenarten sowie eine grossartige  Aussicht auf die Berner Altstadt und die Aare. Man kann sich den Magen im edlen Restaurant Rosengarten füllen, auf der grossen Wiese ausspannen oder die oben bereits genannten Rosen bewundern.

Grund zum Jubeln: Die Aussicht, das Essen und die schönen Rosen verbessern schlechte Laune innerhalb von Sekunden.

Rote Karte: Im Rosengarten gibt es zwar viele verschiedene Möglichkeiten zum Entspannen, davon wissen aber eine Menge Leute, was dazu führen kann, dass der Rosengarten schnell von Einheimischen und Touristen intensiv besucht wird. Vielleicht bieten wenigstens die relativ hohen Preise im Restaurant einen Schutz gegen übermässige Gesellschaft.

So findest du hin:

Den Bus mit der Nummer 10 in Richtung Ostermundigen bis zur Haltestelle „Rosengarten“ nehmen. Aussteigen, die Strasse überqueren und auf die Mauer zugehen. Gleich dahinter befindet sich der Rosengarten.

Der Egelsee Bern

Hinter ein paar Büschen und Häusern versteckt liegt der Egelsee im Berner Ostring-Quartier, ungefähr zehn Minuten von der Stadtmitte von Bern entfernt. Ohne Ortskenntnisse kann man leicht am gemütlichen Tümpel vorbeispazieren. Drückt man aber die Büsche zur Seite und schaut hinter die Häuser, so findet man diesen gemütlichen Teich mit Bänken und einer satten Wiese.

Grund zum Jubeln: Wenn du Lust auf Sonne und Wasser hast. ohne die Stadt verlassen zu wollen. Die Pic-Nic Wiese und einfache Bänke laden ein zum Grillieren und sitzen bleiben. Perfekt ist der See zudem, um ein paar Runden mit dem Hund darum zu gehen. Wer lieber schwimmen gehen will: Der See ist knapp 200 Meter lang.

Rote Karte: Wenn es regnet, gibt es am Egelsee nichts mehr zu lachen, denn es fehlen jegliche Überdachungen. Wenn du lieber Segeln willst oder Wasserski fahren, bist du am Egelsee falsch, denn dazu ist dieser See viel zu klein.

So findest du hin:

Am Bahnhof Bern einfach das Tram mit der Nummer 5 in Richtung „Ostring“ nehmen und bis zu der Station Burgernziel fahren. In Fahrtrichtung steht links eine Kirche. Geht man auf diese zu, kommt man automatisch zur Muristrasse. Nun muss man nur noch der Muristrasse folgen, bis man nach knapp 250 Metern auf der rechten Seite den Egelsee erblickt.