Gesellschaft | 19.05.2008

EM-Pause in der Hauptstadt

Text von Joscha Mathis
Die Euro 08 -Erholung von Tink.ch recherchiert und präsentiert, geht in die zweite Runde. Heute für Bierfeinschmecker und Wasserratten.
Bei schönem Wetter gibt es nichts schöneres als mit einem Felsenaubier im Schatten zu sitzen. Fotos: Joscha Mathis Die grossen Kastanienbäume spenden den Schatten in den heissen Sommerwochen. Nicht zu übersehen, hier gibts Felsenaubier. Der erste Blick nach dem Verlassen des Busses. Eine kunstvoll verzierte Holzwand trennt die Aare vom Lorainebad. Eine der letzten Leitern vor der Schleuse. Klein aber fein. Im Lorrainebad hat man immer den Überblick. Das Bad wird für den Sommer geputzt.

Felsenau

Wer während der EM08 in Bern Lust auf ein Bier hat, die Stadt aber unbedingt meiden will, hat in der Felsenau die Möglichkeit, seinen Durst zu löschen. Gegründet 1881, ist die Felsenau Brauerei heute eine der wenigen noch verbleibenden unabhängigen Brauereien der Schweiz.

Grund zum Jubeln: Obwohl das Restaurant Felsenau nicht weit von der Stadtmitte Bern entfernt ist, fühlt man sich, sobald man da ist, wie auf dem Lande. Im Schatten der großen Kastanienbäume ein frisch gebrautes Bier zu trinken, ist definitiv eine Erfahrung für sich.

Rote Karte: Das Restaurant Felsenau ist ein Restaurant und nicht mehr. Für einen kurzen Besuch reicht das aber völlig und das gute Bier tut sein Übriges. Trotz der Distanz zur Innenstadt von Bern kann es sein, dass einige Fußballfans unter den Bierkennern sind, aber nach ein oder zwei Stangen stört einen das vermutlich auch nicht mehr.

So findest du hin:

Man steigt am Bahnhof Bern in den Bus mit der Nummer 21 in Richtung Bremgarten. Bei der Halestelle „Felsenau“ steigt man aus und sieht in Fahrtrichtung links das Restaurant Felsenau, eintreten bitte.

Lorraine Bad

Die Bernerinnen und Berner scheinen es manchmal zu vergessen: Es gibt nicht nur das Marzilibad. Für einen Sprung ins kühle Nass ist die Lorraine-Badi ebenso gut geeignet, und ruhiger ist sie allemal. Zudem findet man in der kleinsten aller Berner Badis kein Chlor im Wasser: Die Becken werden mit Grundwasser gespiesen, die chemische Aufbereitung fällt weg. Genau wie im Marzili kann man sich hier zwischen einem erfrischenden „Aareschwumm“ und dem Beckenplantschen entscheiden.

Grund zum Jubeln: Das Lorraine Bad wirkt auf den ersten Blick eher uninteressant: Kein grosses Schwimmbecken und keine 5-Meter Sprungtürme locken die Besucherinnen und Besucher. Doch für Jene, die vor allem ihre Ruhe möchten, ist genau das ein Grund zum Hingehen, denn Massen von Menschen, die in der Badi auch gleich noch ein Familienfest mit Grillparty veranstalten, bleiben einem hier erspart.

Rote Karte: Viel Platz bietet das Lorraine Bad nicht gerade. So kann es sein, dass man an einem schönen Tag nur mit Glück einen Platz an der Sonne findet, wo man sein Badetuch ausbreiten kann.

So findest du hin:

Am Bahnhof Bern fährt der Bus mit der Nummer 20 in Richtung Wyler. Bei der Station Gewerbeschule steigt man aus. Nachdem man die Strasse überquert hat und bis zu der Brücke zurückgelaufen ist, sieht man rechts eine Treppe, die runter an die Aare führt. An der Aare angekommen geht man in Fliessrichtung, bis man auf das Lorraine Bad stößt.