Kultur | 05.05.2008

Bitte das Licht ausmachen

«Begegnung im Dunkeln" heisst das Festival, das Ende Mai im Museum für Kommunikation in Bern stattfindet. Gezeigt wird dort, wie wir mit unseren Augen kommunizieren.
Spiel mit Licht und Schatten: Eine Bewegungsperformance der Truppe NullOptik, die am Festival auftritt.
Bild: Museum für Kommunikation

Ein Stationentheater, ein Kabarettprogramm im Dunkeln und Konzerte ganz ohne Licht: Mit dem Festival „Begegnung im Dunkeln“ schärft das Museum für Kommunikation in Bern unsere Sinne. Ziel der 7-tägigen Veranstaltung ist es, den Besucherinnen und Besuchern zu zeigen, wie Kommunikation ohne die Augen funktioniert. Dafür haben die Kuratoren unter anderem mit dem schweizerischen Blinden- und Sehbehindertenverband, der deutschen Blindenstudienanstalt Marburg sowie Radio Blind Power zusammengearbeitet.

Herausgekommen ist ein Festivalprogramm, das nicht nur die Blindheit thematisch umkreist, sondern auch die Frage, ob wir Sehenden unsere anderen Sinne nicht vielleicht manchmal vernachlässigen, indem wir uns auf unsere Augen anstatt auf unsere Ohren oder unsere Nase verlassen. Dank einer Tanzperformance von NullOptik im fast dunkeln Raum oder einem Konzert mit der Pianistin Irène Schweizer und dem Altsaxophonisten Omri Ziegler hat man die Möglichkeit, Kunst in einem eher ungewohnten Rahmen zu erleben. Radio Blind Power, das junge Webradio der Blindenschule Zollikofen berichtet während dem ganzen Festival live aus dem Museum. Wer also keine Zeit für einen Gang nach Bern findet, kann sich auch vor den Computer setzen – und mit geschlossenen Augen den Begegnungen im Dunkeln lauschen.

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