Gesellschaft | 15.04.2008

Wasser, Erde, Menschenrechte

Text von Tanja Mitrovic | Bilder von IHRF
Zum 5. Mal findet am 22. Und 23. April in Luzern das Internationale Menschenrechtsforum statt. Diesmal zum Thema "Menschenrechte und Umwelt".
Das Logo des IHRF wurde vom Luzerner Künstler Hans Erni gestaltet.
Bild: IHRF

Gibt es ein Menschenrecht auf eine saubere Umwelt? Wer ist für eine saubere Umwelt verantwortlich? Und kann die Wirtschaft überhaupt weiter wachsen, ohne gleichzeitig die Umwelt auszubeuten? Am diesjährigen Internationalen Menschenrechtsforum (IHRF) in Luzern stehen Umweltfragen im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Gewinn, Recht auf Eigentum und dem Menschenrecht auf saubere Umwelt. Der Klimawandel ist die grosse Herausforderung der heutigen Zeit. Multinationale Unternehmen, Umweltorganisationen und die UNO spielen in der Frage ob der Existenz einer sauberen Umwelt gewichtige, aber unterschiedliche Rollen. Interessenskonflikte erschweren damit eine Problemlösung. Am 5. IHRF sollen Fragen der Verantwortung angesichts der Klimabedrohung geklärt, Problemlösungen skizziert und weiter entwickelt werden.

Jimmy Cliff gibt Benefizkonzert
Mit diesem Ziel treffen neben Lalita Ramdas, Vorstandsvorsitzende Greenpeace International, René Estermann, Geschäftsführer von MyClimate, Muhammad Ibrahim von der Universität Dhaka und dem Rechtsphilosophen Otfried Höffe weitere renommierte Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland in Luzern zusammen. Neben öffentlichen Referaten und Expertenpanels wird in interaktiven Workshops das Thema „Menschenrechte und Umwelt“ in spezifischen Kontexten diskutiert. Zum Beispiel berichtet Volker Hüls in seinem Workshop über die eigens erlebten existenzbedrohenden Auswirkungen der Umweltzerstörung in Somalia und stellt das lebensrettende Projekt „Urban Water & Sanitation“ der UNICEF in Somalia vor.
 
Der Auftakt des diesjährigen Menschenrechtsforums erfolgt mit dem 2. IHRF Concert am 21. April im Hotel Schweizerhof. Der jamaikanische Reggaestar Jimmy Cliff, der mit Songs wie „You Can Get It If You Really Want“ und „Reggae Night“ Weltruhm erlangte, gibt ein Benefizkonzert. Der Erlös seines Auftritts geht zu Gunsten des UNICEF-Programmes „WES – Water, Environment, Sanitation“.

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