Kultur | 14.04.2008

Schauderhaftes kurz gefasst

Text von Lena Tichy | Bilder von Lena Tichy
Genug von Kurzgeschichten? Dann könnte der Postkarten-Wettbewerb der Schreibszene Schweiz das Richtige für dich sein.
So könnte das Postkarten-Schreckmümpfeli aussehen.
Bild: Lena Tichy

Nicht gerade so kurz wie ein SMS, aber auch nicht so lang wie eine Short Story: So muss man sich ungefähr die Texte vorstellen, welche die Schreibszene Schweiz für ihren neusten Wettbewerb sucht. Auf der Vorderseite einer Postkarte sollen sie Platz haben, und ausserdem gruselig sein. In Anlehnung an die kultigen Hörspiele von Radio DRS lautet das Thema dieses Jahr „Schreckmümpfeli“.

Für alle, denen dieses Wort, oder zumindest die eine Hälfte davon, noch nie begegnet ist, gibt es an dieser Stelle eine Übersetzung: Unter einem Mümpfeli versteht man im Schweizerdeutschen etwas, das man Kindern am Abend gibt, um ihnen das Zubettgehen etwas einfacher zu machen. Das kann ein Stück Schokolade sein, aber auch eine Gutenachtgeschichte. Die Schreckmümpfeli sind allerdings für Kinder eher ungeeignet, denn sie haben das Ziel, jemanden vor dem Schlafengehen auf witzige und intelligente Art möglichst fest zu gruseln.

Schreiberinnen und Schreiber haben noch bis zum 1. Mai Zeit, Gänsehaut-Geschichten im Postkarten-Format zu schreiben. Eine Jury, bestehend unter anderem aus der Autorin Katja Alves und dem Kommunikationsprofi Patrick Rohr wird danach bis Ende Mai die Siegertexte aussuchen. Zu gewinnen gibt es einen edlen Füllfederhalter, Gutscheine von Schreibszene.ch, sowie einen Büchergutschein.

Links