21.04.2008

Live-erprobter Funkrock aus Zürich

Text von Lino Schaeren | Bilder von sarasbox.tumbler.com
Die Zürcher Band «Dyonikal« wurde 2002 gegründet. Erstaunlich also, dass das Debütalbum "Diffrent Like All The Others" erst im Mai 2008 die Plattentaufe erfährt. Die vier Jungs von Dyonikal haben bisher sich durch unzählige Live-Auftritte im Raum Zürich einen Namen gemacht.
Dyonikal haben einen Hang zu üppigen Arrangements -“ und reich gedeckten Tischen.
Bild: sarasbox.tumbler.com

Schon nach wenigen Klängen und den ersten Gitarrenriffs von „Diffrent Like All The Others“ wird klar, dass sich die lange Arbeitszeit am ersten Album für die Band gelohnt hat. Und spätestens nach dem unverkennbaren Rock- Groove von „Rocking Chair“ wird bei jedem Hörer zumindest ein Fuss mitwippen.

Der Rock der Zürcher Dyonikal erinnert stark an die 70er Jahre, wobei die Musik durch spritzigen Funk aufgefrischt und belebt wird. So zum Beispiel im Song „Come Back“. Die Funkgitarre, die durch das Stück führt, wird im Refrain durch ein einfaches, rockiges Riff unterstützt. Auch das Pianosolo wird von Rockriffs getragen. Die Musik der vier Jungs ist sehr vielseitig. So taucht mit „Love me, place me“ eine Ballade auf der Platte auf. Das all die verschiedenen Musikstile auch überzeugend wirken liegt vor allem an Sänger Lukas Bünger. Mit seiner angenehmen, ruhigen Stimme drückt er den Songs seinen unverwechselbaren Stempel auf. Auf komplizierte Melodien wird in den meisten Stücken verzichtet. Der sanfte Backgroundgesang füllt dabei geschickt die Strophenpausen.

Die Musik von Dyonikal ist sehr gut für die Tanzfläche geeignet, aber auch zu Entspannung in ruhigen Momenten. Dies ist vor allem auf die sanften Gitarrenklänge und die einfachen und ruhigen Bassriffs zurückzuführen. Die grösste Stärke der Band ist jedoch die Einheit. Die Instrumente sind im Klang perfekt aufeinander abgestimmt. Selten nur tritt das Schlagzeug zu sehr in den Vordergrund. Drummer Jonas Frölicher versteht es, den ruhigen Riffs einen tanzbaren Groove mitzugeben. Die einzige Schwäche des Albums ist die nicht ganz korrekte englische Aussprache von Sänger Lukas Bünger. Ihm gelingt es auf „Different Like All The Others“ nicht immer, über den nicht britischen Ursprung seiner Sprache hinwegzutäuschen.

Info:


Das Album "Different Like All The Others" von Dyonikal kann vorerst man direkt bei der Band über  preorder@dyonikal.ch bestellen.

Links

Ähnliche Artikel