Gesellschaft | 21.04.2008

Heiss, heiss, heisser

In einer dreiteiligen Serie widmet sich Tink.ch dem Thema Klima und versucht die wichtigsten Begriffe zu klären.
Auch die Jahreszeiten werden von der Klimaerwärmung beeinflusst.
Bild: Maria Hüge /youthphotos.eu

Die Klimaerwärmung ist ein aktuelles Problem, das in sämtlichen Medien behandelt wird. Zum Glück, denn sie betrifft uns alle. Manche sind überzeugt, dass die globale Erwärmung die wichtigste Herausforderung für die Menschheit überhaupt sei, andere behaupten, es sei schon zu spät, um zu handeln oder sagen, dass es gewisse Klimaschwankungen schon immer gegeben habe.

Der Begriff Klimaveränderung bezeichnet eine Veränderung des Klimas auf dem gesamten Planeten während einer längeren Zeit. Seit Bestehen der Erde, also seit 4,56 Milliarden Jahren, hat sich das Klima ständig verändert. Eine Klimaveränderung kann eine Abkühlung oder Erwärmung der Durch¬schnittstemperatur über Jahrtausende bedeuten. Das Online-Lexikon Wikipedia nennt zwar genaue Zahlen, die jedoch mit Vorsicht zu geniessen sind: „Auch die globale Erwärmung, die sich seit den 1990er Jahren bemerkbar macht, ist eine Klimaveränderung. Klimaaufzeichnungen belegen, dass schon ab 1880 eine Klimaerwärmung zu beobachten ist. Sie lag allerdings während rund 100 Jahren konstant bei 0,14 Grad pro Jahrzehnt. Dann aber beschleunigte sie sich. Am wärmsten waren bis heute die Jahre seit 1997, mit einem absolutem Rekord 2003.“

Frühe Umweltverschmutzung
Physikalische Ursachen, die zur Klimaer¬wärmung führen, sind die so genannten Treibhausgase. Treibhausgase sind gasförmige Stoffe, wie Kohlendioxid (CO2), Methan, Distickstoffoxid, Fluorkohlenwasser¬stoffe (FCKW) und Schwefelhexafluorid, die zum Treibhauseffekt beitragen. Das sind Stoffe, welche die Abstrahlung von langwelligem, warmem Licht zurück ins Weltall verhindern. Die Gase absorbieren einen Teil der vom Boden abgegebenen Infrarot¬strahlung, die sonst ins Weltall entweichen würde. Wikipedia sagt dazu: „Ein Teil dieser Energie wird zusätzlich zum Sonnenlicht auf die Erdoberfläche zurück reflektiert. Dadurch verbleibt die Wärme für eine längere Zeit in der Atmosphäre. Die Wärme wird von verschiedenen Speichersystemen aufgenommen. Das Meer nimmt Wärme auf, und auch die Böden speichern die Wärme, langsam aber kontinuierlich. Eine Erwärmung der Meere führt zu einer höheren Luftfeuchtigkeit und zu stärkeren Stürmen und Wirbelstürmen.“

Jeder Mensch produziert durch die Atemluft jeden Tag Kohlendioxid. Als die Steinzeitmenschen vor Millionen von Jahren das Feuer entdeckten, trat erstmals eine vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung auf. Mit dem Beginn der Landwirtschaft veränderte der Mensch durch das Anlegen von Feldern Landschaften. Nicht mehr genutzte Anbauflächen wurden von der Natur wieder zurückerobert. Mit dem Beginn des Städtebaus trug der Mensch zu einer langfristigen Veränderung der Umwelt bei. Der Schiffbau im Mittelmeerraum führte zur Abholzung grosser Waldbestände, was zu Veränderungen im Ökosystem führte. Das Schmelzen von Erzen ist noch ein Beispiel für eine grosse vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung.

Seit der Industrialisierung vor rund 250 Jahren verändert der Mensch durch die Freisetzung von Treibhausgasen die Zusammensetzung der Atmosphäre. Die Klimaerwärmung wird überwiegend auf menschliche Einflüsse, insbesondere auf den Ausstoss von Treibhausgasen zurückgeführt. Treibhausgase können sowohl natürlich, wie auch vom Menschen produziert werden. Die natürlichen Treibhausgase führen dazu, dass die durchschnittliche Temperatur auf der Erdoberfläche 15 Grad Celsius beträgt. Ohne diesen natürlichen Treibhauseffekt hätte die Luft im Durchschnitt nur minus 18 Grad Celsius, was das Leben auf der Erde unmöglich gemacht hätte. Die vier schädlichsten Faktoren sind die Energieerzeugung, der Verkehr, die Tierhaltung und die Verwendung von Lösungsmitteln (FCKW). Der natürliche Treibhauseffekt verstärkt sich und führt zu Veränderungen des Klimas mit ungewissem Ausgang.

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