Gesellschaft | 02.04.2008

Fiese Scherze

Text von Milena Geiser | Bilder von Nathalie Kornoski
Als die noch die Primarschule besuchte, haben sich die Klassenkameraden der Tink-Journalistin etwas ganz Besonderes einfallen lassen, um sie reinzulegen.
Bild: Nathalie Kornoski

Es passierte in der 6. Klasse. Wir hatten gerade unsere Phase „Rettet die Erde“ und wollten natürlich nur das Beste für die Tiere, die Pflanzen, die Insekten; für die Natur im Allgemeinen. Deshalb hat unsere Klasse an einem Zeichnungswettbewerb des WWF teilgenommen. Es galt möglichst originell ein Tier zu zeichnen. Ich habe dies dann auch mit einem Bild voller Lemuren erfüllt, diese waren damals wie heute speziell gefährdet, und dann eingeschickt.

Lange passierte nichts, doch da klingelte es eines Abends. Wer war da am Telefon? Genau, eine Sekretärin des WWF, welche mir mitteilte, dass ich den Hauptpreis des Wettbewerbs, eine einwöchige Reise, gewonnen habe. Ich konnte es zuerst gar nicht glauben, denn es gab ein paar Leute aus meiner Klasse, die wesentlicher begabter im Zeichnen waren als ich. Ich nahm diese Information so hin und freute mich vorerst. Dass das Telefonat ausserhalb der Bürozeiten stattfand und die Stimme dieser Person angestrengt geklungen hatte, fiel mir natürlich erst später auf.
Als mir kurz darauf im Zimmer meines besten Kollegen ein Zettel in die Augen stach, auf dem verdächtige Wörter standen, ging mir endlich ein Licht auf. Ich wurde von ein paar Klassenkameraden schön an der Nase herumgeführt. Sie wollten es ursprünglich auf die Spitze treiben und mich mit Sack und Pack zum Bahnhof bestellen, um mir dann mitzuteilen, dass diese Reise nur ein Scherz war. Leider oder zum Glück für mich habe ich ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht.