Kultur | 07.04.2008

Bissige Bildergeschichte

Text von Lena Tichy | Bilder von Fumetto
Nicht eine, sondern gleich drei Wildkatzen in Fleisch und Blut, präsentiert das Fumetto in Luzern dieses Jahr. Jeweils am Nachmittag des 17. Und 18. April wird das französische Zeichner-Duo Ruppert und Mulot beim Wagenbach-Brunnen vor dem KKL eine Performance der Sonderklasse bieten.
So stellen sich Ruppert und Mulot die Pressekonferenz anlässlich der Tiger-Performance vor.
Bild: Fumetto

Florent Ruppert und Jerôme Mulot Ruppert und Mulot, laut Fumetto „die jungen Wilden der französischen Comic-Szene“, wollen aber nicht nur die Tiere in ihre Kunst einbinden, sondern auch die Zuschauerinnen und Zuschauer. Wer sich an die Performance wagt, muss damit rechnen, von den Beiden interviewt zu werden, mit dem Zweck, dass die Aussagen der Anwesenden direkt in die entstehende Geschichte eingebaut werden. Denn, das geht bei soviel Trubel natürlich gerne vergessen, die beiden Künstler sind eigentlich am Fumetto, um Bilder zu zeichnen.  

Sie beginnen damit bereits am ersten Festivaltag, indem sie ein grosses Wandbild kreieren, dessen Fortsetzung am 17. Und 18. April am Brunnen beim KKL live entstehen soll. Dass so die Grenzen zwischen Realität und Fantasie, zwischen echt und unecht sowie zwischen Publikum und Künstler verwischt werden, ist den beiden Franzosen nur Recht. Sie haben in ihren bisherigen Werken „Safari Monseigneur“ und „Panier de singe“ gezeigt, dass sie weder an Genres noch an politischer Korrektheit interessiert sind. Ob der typische absurd-schwarze Humor von Ruppert und Mulot auch während ihrer Raubkatzen-Performance zum Zug kommt, findet man am Besten selbst heraus. Man sollte einfach aufpassen, dass man die Tiger nicht verärgert.

Info:


Florent Ruppert und Jerôme Mulot werden am Donnerstag, 17. und Freitag, 18. April von 12.00-16.00 Uhr Nachmittags beim Wagenbuchbrunnen vor dem KKL Luzern eine Zeichenperformance mit lebenden Tigern durchführen.

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