Kultur | 22.02.2008

Von der Schulbank auf die Showbühne

Die Luzerner Pauker sind wieder auf Tour. Mit ihrem fünften Studioalbum "The Theory of Everything" beweisen sie erneut, dass sie das Zeug zum Rocken haben. Am 29. Februar treten Dada Ante Portas im Abart in Zürich auf.
Die Indie-Stimme ist zurück: Sänger Pee mit Lukas, Luc und Thommy.
Bild: www.dada-ante-portas.com

Schweizer Rock auf hohem Niveau. Nicht erst seit diesem Jahr spielen Dada Ante Portas in dieser Liga mit, doch mit ihrem neusten Album sind sie definitiv im Olymp angekommen. Musik machen die Jungs schon lange. Seit zehn Jahren stehen sie zusammen auf der Bühne. Kennen gelernt hat sich die Band in der Schule. Nach ihrem ersten Album erweckte die Band noch keine grosse Aufmerksamkeit und plazierte sich in den Charts nur auf dem Platz 44. Neben ihren Jobs als Lehrer feilten sie jedoch ständig an ihren Texten und ihrer Musik. Seit ihrem Album „Seasons Change“ sind sie nun definitiv eine der ersten Adressen für Schweizer Rock und Pop.

Für ihr neues Album „The Theory of Everything“ reisten die Luzerner nach Deutschland und produzierten ihr Album mit Fabio Trentini. Dieser hatte auch schon seine Finger bei den Guano Apes, Sasha oder den Donots im Spiel. Zufälligerweise spielt Trentini auch Bass und sprang bei den Aufnahmen als Ersatz für den zuvor ausgetretenen Mitch Prest ein.

Persönliche Geschichte
Auf dem neuen Album sind die Texte der Bands reifer und auch ein wenig brutaler. Der Song «The Erratic Rage of the Prey- enthält eine Textstelle mit folgendem Satz: „Ich wollte ihn tot haben, ihn lange und brutal foltern …“. Die Fröhlichkeit aber auch die Melancholie, die viele andere Dada-Songs bisher prägte, ist hier verschwunden. Der Hintergrund des Songs ist eine persönliche Erfahrung von Gitarrist Luc le Bo. Er wurde in Strassbourg eines Abends völlig grundlos auf der Strasse verprügelt. „In der Entstehungsphase des Albums war diese Geschichte plötzlich wieder da – er ist das heute noch am Verarbeiten“, sagt Lukas Schaller, ebenfalls Gitarrist der Band. Trotz des tragischen Hintergrunds ist der Song einer der Besten des ganzen Albums. Grund dafür: seine Ehrlichkeit und der dreckige Rock! Doch ein Album ohne Popsong sollte „The Theory of Everything“ dann doch nicht werden. Und siehe da: Nun stürmen die Dadas die Charts auch über Platz 44. Hinaus.

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